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Dresden

Wie Dresden gegen Elterntaxis kämpft

Vor allem in der Neustadt und in Gruna gefährden Falschparker die Kinder auf deren Schulweg. 

Elterntaxis sind in Dresden ein ständiges Ärgernis
Elterntaxis sind in Dresden ein ständiges Ärgernis © Archivbild: Rene Meinig

Kurz vor den Sommerferien griff das Ordnungsamt vor den Schulen noch mal gegen die Elterntaxis durch. Vom 18. bis 21. Juni waren die Ordnungshüter vor neun Schulen und einer Kita in den Morgenstunden im Einsatz. Sie erwischten 14 Mal Mütter und Väter, die auf dem Gehweg parkten. Außerdem meldet das Rathaus elf Fälle von Eltern, die in Kurven oder im Halteverbot parkten. Darüber hinaus wurden acht mündliche Verwarnungen ausgesprochen. „Falsch abgestellte Fahrzeuge schränken die Sicht beim Überqueren der Fahrbahn ein. Auch waghalsige Wendemanöver auf dem Gehweg können gerade für die Kleinsten sehr gefährlich werden“, so Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU).

Die Kontrollen zur Schulwegsicherheit fanden in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt und sollen weiter in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Die Auswahl der Einsatzorte ergibt sich laut Stadt aus den Beschwerden von Anwohnern, eigenen Erkenntnissen und nach Hinweisen von Bürgern oder der Polizei. Die Kontrollen in der vergangenen Woche fanden unter anderem an der 103. Grundschule in der Neustadt, an der 74. Grundschule in Gompitz und vor der Kita Comeniusstraße 135 in Gruna statt. Das Ordnungsamt unterstützt derzeit auch die Kampagne der Polizeidirektion Dresden „Respekt durch Rücksicht!“. Unter anderem führen Polizei und Ordnungsamt gemeinsam Verkehrskontrollen zur Fahrradsicherheit durch.

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Da immer wieder Straßen und Gehwege zugeparkt werden, reagieren die Stadt und mehrere Verbände.

Immer mit als Hinweis dabei: Laufen wäre sicherer und gesünder. Das bestätigt Kinderarzt Sasha Ifflaender, der seine Praxis am Albertplatz hat. „Der aktive Schulweg mit dem Fahrrad oder zu Fuß hat einen positiven Einfluss auf das Körpergewicht und die Gesundheit von Kindern.“ Und das sei enorm wichtig, betont auch Kinderpsychologe Veit Rößner. Sonst entwickeln Kinder Ängste. Damit sich Kinder und Eltern sicherer fühlen, sind die Schulweghelfer der Verkehrswacht in der Stadt unterwegs und helfen den Kleinen über Kreuzungen und Ampeln.

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