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Zoo-Restaurant bleibt weiter geschlossen

Ab Juli könnte es, angesichts der gesetzlichen Vorgaben, wieder öffnen. Chef Ralf Gerstmann erläutert, warum das nicht so sein wird – und was er plant.

Ralf Gerstmann blättert in Erinnerungen. Das Foto entstand vor der Corona–Krise. Das Zoorestaurant „Sambesi“ bleibt leider vorerst geschlossen, bis die Abstandsregelung aufgehoben wird. Alternativ wird Terrassenbetrieb angeboten.
Ralf Gerstmann blättert in Erinnerungen. Das Foto entstand vor der Corona–Krise. Das Zoorestaurant „Sambesi“ bleibt leider vorerst geschlossen, bis die Abstandsregelung aufgehoben wird. Alternativ wird Terrassenbetrieb angeboten. © Archivfoto: Silke Richter

Von Silke Richter

Hoyerswerda. Herr Gerstmann – Ihr geplanter Gambia-Reisebericht im „Sambesi“ musste wegen der Corona-Pandemie zunächst verschoben werden?

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Das ist richtig. Aber nach der vorletzten Allgemeinverfügung des Freistaates, die Soziokultur und Kleinkunst wieder zuließ, entschloss ich mich, den im März ausgefallenen Vortrag über Gambia nachzuholen. Es war die erste Veranstaltung nach der „Sambesi“-Schließung im März. Es kamen 35 Besucher und knapp 500 Euro Spenden zusammen, die umgehend ihren Weg nach Gambia fanden. Bei Interesse gebe ich meinen Vortrag über Gambia auch vor Vereinen, Schulklassen und anderen.

Wie wurde die Schließzeit des Zoorestaurants genutzt?

Die Zeit der Schließung war für jeden nicht schön. Die Auswirkungen sind für mich genau wie für alle anderen Menschen etwas Neues. Während sich in der Vergangenheit Naturkatastrophen, Terror und Unglücke immer weit weg von einem abgespielt haben, ist plötzlich ein Problem vorhanden, das jeden betrifft. Und plötzlich ist alles „Normale“ unnormal. Ich will nicht für das „Sambesi“ jammern; es ist ja allgemein bekannt, dass die Gastronomie erhebliche Verluste in der Schließungszeit hinnehmen muss. Da soziale Kontakte möglichst zu vermeiden waren, konnten auch keine gemeinsamen Aktionen geplant und durchgeführt werden. Mit den zu erwartenden Lockerungen begann ich, erste Bestellungen auszulösen, um einen Stau bei der Warenbereitstellung zur Wiedereröffnung zu umgehen. Ansonsten war ich in dieser Zeit vor Ort, um Feierlichkeiten und Veranstaltungen abzusagen sowie den Kontakt zwischen unserem Betrieb der Zookultur und den Kollegen aufrechtzuerhalten.

Ab Juli könnte das Zoorestaurant wieder öffnen ...

... wir haben uns aber nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, das Restaurant bis auf Weiteres geschlossen zu halten. Vor allem wegen der Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene-Verordnungen, die ein Benutzen des Indoorspielplatzes untersagen. Auch können wir bei Wärmebildung die Schiebetüren nicht öffnen, weil das Betreten und Verlassen des Restaurants nur in vorgegebener Spurrichtung erlaubt ist. Es müssten also im Restaurant Schilder und Absperrbänder angebracht werden, die vor allem den Kindern schwer vermittelbar sind. Bis die Abstandsregelung in Sachsen nicht komplett aufgehoben wird, bleibt das „Sambesi“ also zu. Alternativ ermöglichen wir deshalb per Selbstbedienung, das fast vollständige Speise- und Getränkeangebot über Terrassenbetrieb zu erwerben. Jeden Sonntag wird zudem zusätzlich ein Grill- und ein Eis- und Getränkestand auf der Zoowiese betrieben. Somit ist für die Zoobesucher eine umfängliche Versorgung gewährleistet.

Welche Ziele stehen demnächst an?

Ziel ist natürlich, Stabilität in der Umsatzentwicklung zu erreichen. Der Saisonbetrieb hat begonnen. Mit den vielen Neuigkeiten im Zoo und den längeren Einschränkungen ist wieder Lust am Zoobesuch spürbar; es kommen viele Besucher, davon partizipiert auch das Restaurantteam. Ob das geplante, übrigens ausverkaufte Konzert mit „MTS“ stattfinden kann, entscheidet sich erst noch – abhängig von der dann bestehenden Corona-Lage.

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