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Bautzen

Zu viele Hürden beim Wolfsabschuss?

Ein Gesetz soll den Abschuss der Tiere nach Angriffen auf Herden erleichtern. Doch das reicht vielen nicht aus.

Schäfer Gerhard Schmidt aus Horka sorgt sich sowohl um seine Lämmer als auch um die erwachsenen Schafe. Schon mehrfach hat er Wölfe in der Nähe seiner Tiere gesehen, sagt er. Der Gesetzentwurf um den erleichterten Wolfsabschuss geht ihm nicht weit genug. © Steffen Unger

Bautzen. Gerhard Schmidt hat alle Hände voll zu tun momentan. Januar und Mai, das sind die anstrengenden Monate. Da kommen die Lämmer, und die brauchen seine Hilfe. Manche wollen nicht so recht die Mutter verlassen, andere wollen nicht so recht zu ihr – und trinken nicht. Von frühmorgens bis spätabends, mitunter von sieben oder acht bis 21 oder 22 Uhr, verbringt der Schäfer aus Horka deshalb momentan auf der Weide. Etwa 500 Schafe und viele Lämmer gehören ihm – und Schmidt hat Angst um sie. Grund ist der Wolf. Schon viermal hat er die Tiere nahe seinen Schafen gesehen, nur wenige Meter vom Dorf entfernt, und er ist der festen Überzeugung: Das sind nicht die einzigen Male, dass Wölfe seinen Herden einen Besuch abstatteten. Denn manchmal, wenn Schmidt morgens zu seinen Tieren kommt, merkt er es der Herde an. Die Tiere sind nervös, sie sind aufgescheucht. Für ihn das Zeichen: Der Wolf war wieder da. Dass noch keines der Schafe von einem gerissen wurde, verdankt er – so sieht er es – einem großen Schutzengel.

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