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Döbeln

Zweite Runde im Prozess gegen Waffennarren-Duo

Mit verbotenen Waffen tauchten ein Zwickauer und seine Tante vor dem Club Kimmi Dolly auf. Dafür müssen beide nun zahlen und sich drei Jahre bewähren.

©  dpa / Symbolbild

Von Helene Krause

Döbeln. Mit dem Prozess gegen einen 29-jährigen Mann aus Zwickau, der gemeinsam mit seiner Tante vor dem Döbelner Kimmi Dolly Fritz am späten Abend des 21. September vorigen Jahres für einen Polizeieinsatz gesorgt hat, ging die Geschichte um die beiden bereits mehrfach vorbestraften Waffennarren am Amtsgericht Döbeln in die nächste Runde. Dem Mann wurde vorgeworfen, am späten Abend des 21. September 2018 vor dem Klub in der Döbelner Bahnhofstraße unerlaubt eine mit Stahlkugeln geladene Luftdruckwaffe dabei gehabt und diese auch noch gezogen zu haben. Die Waffe hatte zudem keine Kennzeichnung.

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So wie seine Tante war er bewaffnet vor dem Lokal aufgetaucht, weil sie dort nach einem Ausländer suchen wollte. Der Gesuchte soll ihren Sohn verletzt haben, berichtete er. In der Verhandlung gestand der Angeklagte die Tat. „Ich sehe es ein“, sagte er. „Es war ein Fehler von mir.“ Der Beschuldigte ist bereits mehrfach vorbestraft, auch bereits wegen des unerlaubten Führens einer Schusswaffe. Auf die Frage von Richterin Marion Zöllner, warum er die Waffe dabei hatte, sagte der Angeklagte: „In das Haus, in dem ich wohne, ist schon mehrfach eingebrochen worden.“

Richterin Zöllner verurteilte den Zwickauer zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten, ausgesetzt zu drei Jahren Bewährung. Als Bewährungsauflage muss er bis zum April nächsten Jahrs 1 000 Euro in monatlichen Raten an die Kinderarche Sachsen zahlen. Außerdem erhält er einen Bewährungshelfer. Die Staatsanwaltschaft hatte für eine Freiheitsstrafe von nur fünf Monaten plädiert, die auch zu drei Jahren Bewährung ausgesetzt werden sollte. Als Geldauflage sollte er 600 Euro zahlen. Wenn der Angeklagte gegen die Auflagen verstößt, wird die Bewährung widerrufen. Dann muss er in Haft. Die mit Stahlkugeln geladene Schusswaffe wird vom Gericht eingezogen. Das Urteil ist rechtskräftig.

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