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Sachsens Innenminister entschuldigt sich für Tweet zum Tag der Deutschen Einheit

Am Tag der Deutschen Einheit verschickte Sachsens Innenministerium via Twitter Glückwünsche mit einem umstrittenen Symbol. Der Tweet wurde kurze Zeit später wieder gelöscht.

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Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU).
Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU). © dpa/Matthias Rietschel

Einen Tag nach dem missglückten Tweet zum Tag der Deutschen Einheit hat sich Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) entschuldigt. Die Kommunikationsabteilung des Ministeriums hatte auf Twitter einen erholsamen Feiertag gewünscht und dazu ein Foto veröffentlicht, das zwei zum Handschlag verschränkte Hände zeigt. Follower warfen dem Ministerium vor, ausgerechnet mit einem "Unterdrückersymbol der SED" zur Deutschen Einheit gratuliert zu haben. Der Handschlag auf dem Foto ist auch das historische Symbol für die Zwangsvereinigung von KPD und SPD im Jahr 1946.

©  Foto: SZ-Archiv / Montage: SZ-Bildstelle

Sachsens früherer Innenminister Heinz Eggert kritisierte am Montag via Whatsapp das Foto als Beleidigung der Opfer der SED-Diktatur. Der Glückwunsch sei zudem schlampig erstellt worden, weil das Wort "wünschen" gefehlt habe, sagte Eggert der SZ. Wenige Stunden später verschwand der Tweet vom Twitter-Account des Innenministeriums.

Am Dienstag teilte Minister Schuster an gleicher Stelle mit, dass das Ministerium "an diesem für Deutschland so besonders wichtigen Tag mit der verwendeten Symbolik eines Handschlags unbeabsichtigt ein völlig falsches Bild gewählt" habe. Nach Hinweisen zu einem Bezug zum Logo der SED sei der Beitrag gelöscht worden. "Wir entschuldigen uns ausdrücklich bei den Menschen, deren Gefühle wir damit verletzt haben."

Schuster hatte nach seinem Amtsantritt die Pressestelle des Ministeriums mit der Stabsstelle Kommunikation des Landespolizeipräsidenten zusammengelegt. In der neuen Abteilung arbeiten rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (SZ/lot)