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Staatssekretärin Griese: Größte Rentenerhöhung seit Jahrzehnten

Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch die Rentenerhöhung auf den Weg bringen. Laut Kerstin Griese sei sie die größte seit Jahrzehnten. Mit wie viel mehr Geld Rentner im Osten rechnen können.

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Im Westen steigen die Renten zum 1. Juli demnach nach einer Nullrunde im vergangenen Jahr um 5,35 Prozent.
Im Westen steigen die Renten zum 1. Juli demnach nach einer Nullrunde im vergangenen Jahr um 5,35 Prozent. © Marijan Murat / dpa (Symbolbild)

Die zum 1. Juli anstehende Rentenerhöhung ist nach den Worten der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium, Kerstin Griese, die größte seit Jahrzehnten. Die Rentner hätten auch ein Recht darauf dank der guten Lohnentwicklung im vergangenen Jahr, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch die Rentenerhöhung auf den Weg bringen. Im Westen steigen die Renten zum 1. Juli demnach nach einer Nullrunde im vergangenen Jahr um 5,35 Prozent, im Osten nach einer nur geringen Erhöhung 2021 nun um 6,12 Prozent.

Auch künftig werde die Rente den Löhnen folgen. Wichtig seien daher auch eine gute Arbeitsmarktpolitik, gute Tarifabschlüsse und auch der Mindestlohn trage zu höheren Renten bei, sagte die SPD-Politikerin.

Griese räumte ein, dass wegen des starken Preisanstiegs infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auch viele Rentner belastet seien. Dem wirke die Bundesregierung mit einem Entlastungspaket entgegen. Die geplante Energiepreispauschale helfe zwar nur Erwerbstätigen. Es gebe aber viele Maßnahmen, die auch Rentner entlasteten, etwa ein Einmalzuschlag bei der Grundsicherung, ein Heizkostenzuschlag für Wohngeldbezieher, die geplante Senkung der Benzinpreise oder die Abschaffung der EEG-Umlage. Man werde aber genau beobachten, wie sich die Preise weiter entwickeln, sagte Griese.

Das Bundeskabinett will neben der Rentenerhöhung außerdem beschließen, dass die etwa drei Millionen Erwerbsminderungsrentner langfristig mehr Geld bekommen. Zudem soll der sogenannte Nachholfaktor wieder in Kraft gesetzt werden, der sich dämpfend auf Rentenerhöhungen auswirkt. (dpa)