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Ein Toter bei Zugunfall in Oelsnitz im Erzgebirge

Auf einem Bahnübergang in Mitteloelsnitz stoßen am Donnerstag die Citybahn und ein Opel zusammen. Der Autofahrer stirbt noch an der Unfallstelle, der Lokführer erleidet einen Schock.

Von Erik-Holm Langhof
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Die Citybahn und ein Opel stoßen am Donnerstag in Oelsnitz zusammen. Der Autofahrer überlebt den Unfall nicht.
Die Citybahn und ein Opel stoßen am Donnerstag in Oelsnitz zusammen. Der Autofahrer überlebt den Unfall nicht. © LausitzNews/André März

Oelsnitz. Bei einem schweren Unfall zwischen einem Zug und einem Auto im Erzgebirge ist am Donnerstagnachmittag ein Mensch gestorben. Der Zusammenstoß ereignete sich gegen 16.45 Uhr auf einem Bahnübergang in Oelsnitz.

Nach ersten Angaben der Einsatzkräfte vor Ort war die Citybahn RB92 von St. Egidien in Richtung Stollberg unterwegs, als sich auf einem Bahnübergang bei Mitteloelsnitz ein Auto befand. Trotz Gefahrenbremsung konnte der Zugführer eine Kollision mit dem Opel nicht mehr verhindern. Der Zug verkeilte sich in dem Auto und schob es etwa 50 Meter weiter, bevor der Zug kurz vor dem Haltepunkt Mitteloelsnitz zum Stehen kam.

Über die Rettungsleitstelle wurden am Donnerstagnachmittag mehrere Rettungswagen, ein Notarzt, Landes- und Bundespolizei sowie mehrere Feuerwehren alarmiert. Die Rettungskräfte versuchten noch den 81-jährigen Autofahrer zu bergen und zu reanimieren, blieben jedoch ohne Erfolg. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen, so ein Polizeisprecher.

Der Zugführer erlitt durch den Unfall einen Schock und musste ebenfalls medizinisch behandelt werden. Acht im Zug befindliche Reisende wurden hingegen bei dem Aufprall nicht verletzt.

Bahnverkehr für mehrere Stunden eingestellt

Durch den Unfall wurde der Fahrer des Opels nach Reporterangaben so schwer eingeklemmt, dass er erst nach der Unfallaufnahme durch die Polizei aus dem Auto geborgen und einem Bestattungsunternehmen übergeben werden konnte.

Die Feuerwehr trennte anschließend mit Hydraulikschneidern den Opel von der Citybahn und klemmte unter anderem die Batterie ab, um gegen einen möglichen Brand vorzusorgen. Zusätzlich leuchteten die Feuerwehrleute die Unfallstelle weiträumig aus. Nach Angaben der Feuerwehr waren zwei Dutzend Kameraden aus Neuwürschnitz und Oelsnitz im Einsatz. Hinzu kam der diensthabende Kreisbrandmeister.

Wie es zu dem Zugunfall auf dem Bahnübergang im erzgebirgischen Oelsnitz kommen konnte, ist derzeit Teil der Ermittlungen von Landes- und Bundespolizei. Ersten Angaben zufolge war die Bahnschranke zum Unfallzeitpunkt jedoch geschlossen. Der Opel-Fahrer wollte wohl noch vor Eintreffen des Zuges die Bahnstrecke überqueren, hieß es.

Der Zugverkehr auf der Strecke zwischen St. Egidien und Glauchau musste am Donnerstagabend für mehrere Stunden eingestellt werden. Die Citybahn informierte ihre Kunden darüber auf der eigenen Internetseite. Schienenersatzverkehr konnte demnach so kurzfristig nicht mehr eingerichtet werden.