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Gießereiunfall mit Toten: Betrieb stellt Arbeit vorerst ein

In Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern sterben zwei Menschen bei einem Unfall in einer Gießerei. Nun ermittelt die Polizei zu den Hintergründen und sperrt den Betrieb.

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Arbeiter gießen flüssiges Eisen mit einer Temperatur von 1.400 Grad in der Eisengießerei Torgelow in vorbereitete Formen. Nun geschah in dem Werk ein tragischer Unfall.
Arbeiter gießen flüssiges Eisen mit einer Temperatur von 1.400 Grad in der Eisengießerei Torgelow in vorbereitete Formen. Nun geschah in dem Werk ein tragischer Unfall. © Archiv/Jens Büttner/dpa

Torgelow/Silbitz. Nach einem schweren Arbeitsunfall mit zwei Toten in einer Gießerei in Torgelow (Mecklenburg-Vorpommern) hat das Unternehmen die Arbeit vorerst eingestellt.

"Wir sind schockiert und fassungslos, dass es zu diesem Unfall gekommen ist", sagte Torsten Tiefel, Geschäftsführer der Silbitz Group GmbH (Thüringen), am Mittwoch in Torgelow. Wie lange die Produktion in Torgelow ruht, stehe noch nicht fest. "Wir geben den Mitarbeitern alle Zeit, die sie brauchen", sagte eine Sprecherin der Firma der Deutschen Presse-Agentur.

Der Unfall habe sich am Dienstag in der Spätschicht beim Ausformen eines 50 Tonnen schweren Sandkerns ereignet. Dieser wurde laut Polizei von einem Kran umgesetzt und brach in sich zusammen. Drei Arbeiter, die gerade dabei waren, den Kern zu justieren, wurden verschüttet, wie die Sprecherin den Vorgang beschrieb. Durch das hohe Gewicht und die große Sandmenge sei für zwei Mitarbeiter jede Hilfe zu spät gekommen. Ein dritter Arbeiter wurde schwer verletzt.

"Unsere Gedanken sind bei den Familien und Angehörigen der beiden tödlich Verunglückten", erklärte Tiefel. Man hoffe, dass der verletzte Kollege möglichst bald wieder vollständig genesen werde. Es solle nun alles getan werden, um schnellstmöglich die Umstände des Unglücks aufzuklären.

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Die Kriminalpolizei hat die Halle, in der der Unfall passierte, als Tatort beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft hat einen Gutachter eingesetzt, der die Ursache des Unglücks herausfinden soll. (dpa)