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Großschönau: Feuerwehrfrau wird zur Lebensretterin

Eine Kameradin aus Hainewalde hat am Mittwochmorgen eine 55-Jährige aus der Mandau gezogen. Ihretwegen gab's schon im Februar einen Einsatz.

In diesem Bereich der Mandau in Großschönau hat die Frau im Wasser gelegen.
In diesem Bereich der Mandau in Großschönau hat die Frau im Wasser gelegen. © xcitepress

Eine Kameradin der Feuerwehr aus Hainewalde ist am Mittwochmorgen zum Lebensretter geworden. Sie hat gegen 9.30 Uhr eine Frau aus der Mandau in Großschönau gezogen. "Sie war völlig kraftlos", berichtet die 35-Jährige, die ihren Namen nicht nennen möchte.

Die Hainewalderin war gerade auf ihrer Joggingrunde unterwegs, als sie im Fluss eine Person liegen sah. Ohne zu zögern, begab sich die Kameradin in Richtung Wasser, zog die Frau ans Ufer und setzte dann den Notruf ab. "Die 55-Jährige kam zur Behandlung in ein Krankenhaus", berichtet Sebastian Ulbrich von der Polizeidirektion Görlitz, die neben dem Rettungsdienst und den Feuerwehren aus Großschönau und Waltersdorf zum Einsatz kam.

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Das Traurige daran: Es handelt sich bei der Geretteten um dieselbe Frau, die schon im Februar dieses Jahres aus der Mandau gezogen werden musste. Das bestätigt Großschönaus stellvertretender Wehrleiter und Einsatzleiter, Maik Müller. Doch weder dieses noch das Mal davor mussten die Kameraden tätig werden.

Im Februar riss die Strömung der Mandau die 55-Jährige rund 100 Meter mit. Damals erwies sich das Ehepaar Conrad als Retter in der Not. Das spazierte gerade am Niederen Mandauweg entlang, als es Hilfeschreie hörte. Ehefrau Heike packte schließlich die Frau an der Jacke und zog sie ans Ufer. Ein anderer Anwohner brachte Tee und Decke.

Die ursprüngliche Meldung an die Feuerwehr lautete damals: "Kind aus Mandau gezogen, bewusstlos." Die bestätigte sich zum Glück nicht. Und die Frau sei bei Bewusstsein und wohlauf gewesen, berichtete Wehrleiter Fabian Hälschke damals. Allerdings machte sie auf ihn einen etwas verwirrten Eindruck. Einen, den auch Maik Müller am Mittwochmorgen wieder feststellte. "Man vermutet, dass sie sich in einem psychischen Ausnahmezustand befand", teilte Polizeisprecher Kai Siebenäuger schon im Februar mit. Die Hintergründe zum aktuellen Vorfall sind bislang nicht bekannt.

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über das Thema Suizid, außer es erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/1110111 und 0800/1110222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

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