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Migranten fragen Anwohner nach Wasser - Polizei rückt an

Beamte haben am Dienstag auf der B178 bei Großhennersdorf drei Syrer entdeckt, dann drei Afghanen in Mittelherwigsdorf. Ausweisen konnten sich alle nicht.

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Symbolbild ©  Patrick Pleul/dpa (Symbolbild)

Die Bundespolizei hat am Dienstag wieder einmal Migranten im südlichen Landkreis Görlitz aufgegriffen, die weder Visum noch einen Aufenthaltstitel vorlegen konnten.

Um 9.20 Uhr kontrollierten die Beamten auf der B178 zwischen Großhennersdorf und Herrnhut einen Opel Zafira. Fahrer und Beifahrer waren ein 24 und 25 Jahre alte Syrer. Beide leben in Deutschland. Auf der Rückbank saßen drei 17-, 23- und 25-jährige Syrer. Die drei bezahlten laut Bundespolizei Schleuser dafür, sie ins Land zu bringen. "Der Weg führte durch Bulgarien, Serbien und Ungarn." Zuletzt soll die Syrer ein nicht näher bekannter Schleuser mit einem schwarzen Mercedes über die deutsch-tschechische Grenze gefahren haben. "Welche Rolle die beiden festgenommenen Abholfahrer haben, konnte noch nicht geklärt werden", so die Bundespolizei.

Um 14.20 Uhr stoppte eine Streife in Mittelherwigsdorf drei Männer aus Afghanistan. "Sie waren zu Fuß unterwegs und fragten Anwohner nach etwas zu trinken", berichtet die Bundespolizei. Den Ermittlungen zufolge haben sie ebenfalls Schleuser über Serbien nach Deutschland gebracht.

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Alle Migranten stellten Asylanträge und sollen zu einer Erstaufnahmeeinrichtung geschickt werden. "Die beiden Abholer befinden sich wieder auf freiem Fuß", teilt die Bundespolizei mit. Sie müssen sich wegen des Einschleusens von Ausländern verantworten. Auch gegen die Afghanen und Syrer laufen Strafanzeigen wegen der Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz. Immer wieder greift die Bundespolizei Migranten auf, zuletzt am Montag in Zittau. (SZ)