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Pumpwerk reguliert Grundwasserspiegel

Die Hochwasserschutzanlage in Klosterbuch ist nahezu fertig. Im Frühjahr soll sie ihrer Bestimmung übergeben werden.

Von Frank Korn
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Mit der Pumpstation direkt hinter dem Deich soll „überzähliges“ Grundwasser abgepumpt werden.
Mit der Pumpstation direkt hinter dem Deich soll „überzähliges“ Grundwasser abgepumpt werden. © Dietmar Thomas

Leisnig/Klosterbuch. Wer aus Richtung Scheergrund nach Klosterbuch kommt, sieht unmittelbar hinter dem Deich kurz vor dem Ortseingang ein eher unscheinbares Gebäude. Dabei handelt es sich um ein Pumpwerk, das im November des vergangenen Jahres aufgebaut worden ist.

Die Fachleute sprechen von einer automatisierten Hebeanlage. „In dem Gebäude sind ein Notstromaggregat und die Steuerungsanlage untergebracht“, erläutert Katrin Schöne, Pressesprecherin bei der Landestalsperrenverwaltung (LTV) des Freistaates Sachsen. Zu der Anlage gehören weiterhin ein Pumpenschacht mit Tauchpumpen sowie die Druckrohrleitung, mit der das gepumpte Wasser durch die Deichanlage in die Freiberger Mulde abgeführt wird.

Das Pumpwerk, das von Anfang an Bestandteil der Planungen gewesen ist, dient vor allem der Regulierung des Grundwassers. „Bei einem Muldehochwasser steigt auch der Grundwasserspiegel. Dieser soll innerhalb des Dorfes durch Abpumpen des Grundwassers unter der Geländeoberkante gehalten werden“, sagt Katrin Schöne.

Die Hochwasserschutzanlage in Klosterbuch sei zu großen Teilen fertiggestellt, informiert die Pressesprecherin. Nach Abschluss aller Arbeiten und der Erstellung eines mit der Stadt Leisnig abgestimmten Katastrophenplanes könne die Anlage voraussichtlich im Frühjahr ihrer Bestimmung übergeben werden. Mit der Fertigstellung allein ist es aber nicht getan. Für die Deichanlage und die Hochwasserschutzmauer finden regelmäßig Sichtkontrollen auf Beschädigungen statt. An technisch anspruchsvollen Bauwerken wie der Pumpstation sind neben turnusmäßigen Wartungsarbeiten auch Funktionsproben erforderlich.