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Radeberg

Demo gegen Rodung bei Ottendorf

In Dresden haben am Freitag Mitglieder von Fridays for Future gegen die Rodung eines Waldes bei Ottendorf protestiert. Das Kieswerk will dieses Gebiet erschließen.

Das Kieswerk Ottendorf-Okrilla will sein Abbaugebiet vergrößern. Dafür soll ein Wald gerodet werden. Dagegen protestieren junge Leute.
Das Kieswerk Ottendorf-Okrilla will sein Abbaugebiet vergrößern. Dafür soll ein Wald gerodet werden. Dagegen protestieren junge Leute. © Archiv: Kristin Richter

Dresden/Ottendorf-Okrilla. Rund 70 Menschen waren Freitagnachmittag dem Aufruf von „Fridays for Future“ Dresden gefolgt und hatten sich vor dem Sächsischen Wirtschaftsministerium versammelt, um gegen die Abholzung eines Moorwaldes bei Ottendorf-Okrilla zu demonstrieren. 

Unter dem Motto „Wald statt Kies“ hatten die Demonstranten, unter ihnen auch Mitglieder der Bürgerinitiative „Contra Kiesabbau“, auf Plakaten den Stopp der geplanten Waldrodung gefordert.

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Marlon Araque, Aktivist von Fridays for Future Dresden wies darauf hin, dass man diese Aktion kurzfristig geplant habe. Daher sei auch die Zahl der Teilnehmer etwas überschaubar ausgefallen. Nichtsdestotrotz bezeichnete er diese Demo aber als „einen guten Erfolg“. Denn man habe so die Öffentlichkeit auf dieses wichtige Umweltthema aufmerksam gemacht. 

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Das Kieswerk Ottendorf-Okrilla plant, sein Abbaugebiet zu vergrößern. Dafür soll eine Fläche von 127 Hektar Wald zwischen Ottendorf-Okrilla und Würschnitz erschlossen werden. Der für die Rodung vorgesehene Moorwald ist ein wichtiges Habitat für seltene Arten. Waldmoore seien unverzichtbar für den Klimaschutz, so Marlon Araque weiter. Die Demonstranten forderten von Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) den sofortigen Rodungsstopp. (rk)

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