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Leichenfund in Radeberg: Opfer wurde vermutlich stranguliert

Die Obduktion der toten Frau aus Radeberg steht noch aus, doch ersten Erkenntnissen zufolge wurde sie stranguliert. Was bisher über den Tatverdächtigen und den Tathergang bekannt ist.

Von Verena Belzer
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Eine junge Frau ist in Radeberg tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Sie wurde mutmaßlich zu Tode stranguliert.
Eine junge Frau ist in Radeberg tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Sie wurde mutmaßlich zu Tode stranguliert. © Symbolfoto: Sebastian Schultz

Radeberg. Neue Erkenntnis zu der Toten in Radeberg, die am Sonntagabend tot in ihrer Wohnung in der Röderstraße gefunden worden war: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Görlitz ist die 27-Jährige vermutlich stranguliert worden.

"Wir gehen momentan davon aus, dass die Frau stranguliert wurde", teilt Christopher Gerhardi, Pressesprecher der Staatsanwaltshaft Görlitz auf Anfrage von Sächsische.de mit. "Der Obduktionsbericht liegt jedoch noch nicht vor." Wie lange das dauere, könne er noch nicht sagen. Auch zur Tatwaffe äußert sich Gerhardi zurückhaltend. "Das ist noch nicht eindeutig bekannt."

Die Afghanin, Mutter von drei Kindern, war am Sonntagabend gefunden worden. Ihr Ehemann hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft den Rettungsdienst gerufen, der dann gemeinsam mit der Polizei erfolglos versucht hatte, das Leben der Frau per Reanimation zu retten. Wie es mit den drei gemeinsamen Kindern weitergehe, liege nun in der Verantwortung des Jugendamts, erklärt Gerhardi.

31-jähriger Ehemann bisher polizeilich unauffällig

Am Montagnachmittag hatten Polizisten den Ehemann, einen 31-jährigen Afghanen, festgenommen. "Neben der Tatsache, dass solche Taten oft im sozialen Nahbereich stattfinden, waren die Hinweise ausreichend, dass der Mann der Täter sein kann", so der Sprecher.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz erließ der zuständige Ermittlungsrichter am Amtsgericht Bautzen einen Untersuchungshaftbefehl. Polizisten brachten den Beschuldigten anschließend in U-Haft.

Wie die Polizei weiter berichtet, ist der 31-Jährige bisher polizeilich nicht auffällig geworden. "Zumindest nicht in Deutschland." Wie lange der Mann mit seiner Familie schon in Deutschland und speziell in Radeberg wohnte, zu dieser Frage kann Gerhardi aktuell keine Auskunft geben.

Verdächtiger schweigt aktuell zu den Vorwürfen

Der Tatverdächtige hat sich zu den Vorwürfen bisher noch nicht geäußert, er hat einen Verteidiger bekommen, der Akteneinsicht hat. Nun müsse umfangreich ermittelt werden, vor allem auch, was das Tatmotiv angeht, sagt Christopher Gerhardi. "Das wird nun einige Zeit in Anspruch nehmen."

Die Bestürzung in Radeberg ist groß. Aus dem Umfeld des Opfers ist zu hören, dass die Frau psychisch krank gewesen und es zuletzt zu vielen Auseinandersetzungen gekommen sei. (mit SZ/siri, juj)