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Glas aus Brockwitz

Torsten Rötzsch will im kommenden Jahr eine Werkstatt einrichten - jetzt zeigen er und Freunde Kunsthandwerk.

Von Udo Lemke
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„Choreography“ hat Torsten Rötzsch diese Objekte genannt. Um sie herzustellen, „braucht es ein großes Team von vier bis sechs Leuten, die alle im richtigen Moment zusammenkommen, um dem Glas in einem Zug die endgültige Form zu geben“.
„Choreography“ hat Torsten Rötzsch diese Objekte genannt. Um sie herzustellen, „braucht es ein großes Team von vier bis sechs Leuten, die alle im richtigen Moment zusammenkommen, um dem Glas in einem Zug die endgültige Form zu geben“. © Gert Holland

Coswig. Von der Decke der ehemaligen Scheune hängt an zwei Seilen ein Fenster herunter. Das Glas zeigt ein ungewöhnliches Muster - filigrane, dunkle Linien auf durchsichtigem Grund und in der Mitte der so entstandenen Parallelogramme kleine, feine Blasen. Das sei Fadenglas - Reticella -, wie es seit dem 15. Jahrhundert in Venedig, genauer in Murano, hergestellt worden sei, erklärt Torsten Rötzsch. Dahinter steckt eine äußerst aufwendige Technik, bei der in durchsichtige Gläser farbige oder weiße Glasfäden eingeschmolzen werden, die, noch heiß, zu Mustern geformt werden.

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