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Hochwasserkanal in Radeburg ist saniert

Die Arbeiten kosteten 900.000 Euro und waren wegen Hochwasserschäden notwendig.

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Ein Teil des Überleitungskanal an der Autobahn zwischen den beiden Talsperren Radeburg I und Radeburg II, der jetzt von der Landestalsperrenverwaltung saniert wurde.
Ein Teil des Überleitungskanal an der Autobahn zwischen den beiden Talsperren Radeburg I und Radeburg II, der jetzt von der Landestalsperrenverwaltung saniert wurde. © Arvid Müller

Radeburg. Die Hochwasserschadensbeseitigung am Überleitungskanal der beiden Talsperren Radeburg I und Radeburg II ist abgeschlossen. Wie die Landestalsperrenverwaltung am Freitag weiter informierte, seien die Arbeiten an einem etwa 420 Meter langen Abschnitt zwischen der Königsbrücker Straße in Radeburg und der Kreuzung des Kanals mit der Bundesautobahn A 13 im Juni dieses Jahres begonnen worden. Gekostet haben sie rund 900.000 Euro, finanziert aus Mitteln des Freistaates Sachsen und des Bundes.

Beseitigt wurden Schäden, die durch das Hochwasser 2013 am Überleitungskanal entstanden waren. Bei der Instandsetzung wurden die Kanalsohle neu befestigt, die Böschungen saniert sowie neue Zufahrten für die Unterhaltung des Kanals gebaut. Zwei nicht betriebsnotwendige Brücken sind beseitigt und Deichverteidigungswege angelegt worden.

Die beiden Talsperren in Radeburg sind mit einem rund fünf Kilometer langen Überleitungskanal – auch Zuleiter genannt – verbunden. Dieser wurde 1943 im Rohbau fertiggestellt, die Pflasterung der Sohle und des Böschungsfußes erfolgte jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1947.

Am Kanal wurde zudem 1996 ein Umleitungsbauwerk errichtet, um ständig Wassermengen bis zu einem Kubikmeter pro Sekunde von der Talsperre Radeburg I zur Talsperre Radeburg II überleiten zu können.

Bei Hochwasser werden die beiden Schütztafeln am Zulauf nacheinander geöffnet, um die Große Röder zu entlasten. Im Jahr 2000 wurde im Überleitungskanal eine Pegelanlage mit Messschacht gebaut sowie das gesamte Schützenweh, einschließlich Bediensteg, erneuert.

Ein 1,4 Kilometer langer Abschnitt des Kanals, der beim Hochwasser 2010 geschädigt worden war, wurde zwischen 2016 und 2019 saniert. (SZ)