Radebeul
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Berbisdorf: Schau rein und setz die Schweißerbrille auf

Für Schüler der Oberschule Radeburg gab es in einer Berufsberatungsaktion Einblicke in Handwerksbetriebe des Ortsteils.

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Praktische Anschauung im Stahl- und Metallbau Hübler mit Gesichtsschutz.
Praktische Anschauung im Stahl- und Metallbau Hübler mit Gesichtsschutz. © privat

Berbisdorf. "Schau rein!"hieß es kürzlich im Radeburger Ortsteil. Bereits zum dritten Mal öffneten sechs Handwerker ihre Unternehmen und gaben Schülern Einblicke in ihren Beruf und die Ausbildung. Beim Stahl- und Metallbau Hübler konnten die Teilnehmer ein Gewinde schneiden und erhielten als Anschauungsobjekt für die verschiedenen Arbeitsschritte einen Stifthalter aus Metall. Mal einen Gabelstapler fahren oder mit einem Bolzensetzgerät arbeiten – das war beim Bauunternehmen Holger Bachmann möglich. Auch die Klempnerei und Bedachung Rico George hatte sich etwas Neues einfallen lassen. Die Jugendlichen lernten alte und neue Bearbeitungstechniken kennen und konnten selbst einen Schieferziegel anbringen.

Bei der Herfurt Haustechnik erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik und konnten Aluverbundrohr verpressen. Bei Holzbau Rico Sachse wurden die Herstellung und der Zuschnitt von Dachgauben für das Bauvorhaben am „Goldenen Reiter“ in Dresden gezeigt und die Handhabung von Zimmereimaschinen vorgeführt. Mit dem Hinweis, wie wichtig Geometrie im 3-D–Computerzeichen-Programm ist, wurden Denkanstöße für die schulischen Leistungen gegeben. Raumausstatter Bachmann gab Einblicke in die Polstereiwerkstatt. Die Teilnehmer konnten sich an der Nähmaschine ausprobieren und Knöpfe mit Stoff überziehen.

Unterstützung erhielten die Betriebe von der Handwerkskammer Dresden, der Heinrich-Zille-Oberschule, der Stadtverwaltung Radeburg und dem Landratsamt Meißen. Bei der Roadshow lernten die Schüler auch innovative Technik wie VR-Brille, 3-D-Drucker, mBots als fahrerloses Transportsystem in Miniatur und Drohnentechnik kennen und konnten sie ausprobieren. Vielleicht gibt es nun nach den ersten Einblicken ein Schülerpraktikum oder den Ausbildungsvertrag. (SZ/krü)