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Corona-Fall im christlichen Kinderhaus

Ein Mitarbeiter der Kita in Radebeul ist positiv auf das Virus getestet worden. Mehrere Erzieher und Kinder befinden sich in Quarantäne.

Das christliche Kinderhaus "Guter Hirte" befindet sich im ehemaligen Rathaus Oberlößnitz an der Hauptstraße.
Das christliche Kinderhaus "Guter Hirte" befindet sich im ehemaligen Rathaus Oberlößnitz an der Hauptstraße. © Norbert Millauer

Radebeul. Im christlichen Kinderhaus „Guter Hirte“ in Radebeul gibt es einen Corona- Fall. Ein Erzieher ist bereits Ende voriger Woche positiv auf das Virus getestet worden. Er und zwei weitere Kollegen sowie 27 Kinder befinden sich momentan in häuslicher Quarantäne. Alle weiteren Mädchen und Jungen, für die keine Infektionsgefahr bestand, werden im Notbetrieb betreut.Bei dem mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter stellten sich Ende voriger Woche Erkältungssymptome ein. Zudem bekam er den Hinweis vom Gesundheitsamt, dass er einen Risikokontakt zuvor hatte. Daraufhin ließ er sich am vergangenen Freitag auf Eigeninitiative testen. Am Wochenende bekam er die Nachricht, dass das Ergebnis positiv sei, wie Barbara Gärtner, Fachbereichsleiterin und Fachberaterin Kindertagesstätten bei der Kinderarche Sachsen, informierte. Die Arche ist der Träger der Einrichtung.

Sofort informierte der Infizierte die Kita-Leiterin und das Gesundheitsamt. In enger Absprache wurde für den Montag ein Konzept zur Notbetreuung erstellt. Alle Kinder und Erzieher, die näheren Kontakt zu dem infizierten Mitarbeiter hatten, sind in Quarantäne gegangen. Eine Erzieherin, die aufgrund der Ferienzeit ohne Kontakt war, bildete mit den Kindern, bei denen ebenfalls eine Begegnung mit der positiv getesteten Person ausgeschlossen werden konnte, eine Gruppe. Eine weitere Betreuungsgruppe wurde mit denen, die in einem losen Kontakt standen, eingerichtet. Das Gesundheitsamt Meißen verfolgte alle möglichen Kontaktmöglichkeiten von Erziehern, Kindern und Eltern nach.

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Betreuung läuft im Notbetrieb

Am Dienstag teilte die Behörde mit, dass für drei weitere Mitarbeiter, die sich in vorsorglicher Quarantäne befanden, keine Infektionsgefahr bestand. Sie haben laut Gärtner nur einen sehr geringen Kontakt zu dem Infizierten gehabt und konnten die häusliche Isolation wieder verlassen. Elf Kinder betreuten sie in dieser Woche. Nach der Ferienzeit werden es ab kommendem Montag voraussichtlich 26 Mädchen und Jungen vom Krippen- über Kindergarten- bis hin zum Hortalter sein. Da für die Betreuung der Kinder die geforderte Zahl an Erzieher gewährleistet war und auch nächste Woche ist sowie eine weitere Infektionsgefahr ausgeschlossen werden konnte, musste die Einrichtung nicht schließen.

In der ersten Novemberwoche läuft der Notbetrieb weiter. Am 6. November ist die Einrichtung geschlossen. Ende nächster Woche können alle Personen, die momentan in häuslicher Isolation sind, die Quarantäne wieder verlassen. Gärtner geht davon aus, dass ab Montag, 9. November dieses Jahres, das christliche Kinderhaus wieder den Normalbetrieb aufnehmen kann.

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