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Spielplatz im Apothekerpark geplant

Bislang hat die Grünanlage in Radebeul-West nur Bänke zum Ausruhen zu bieten. Künftig sollen Angebote für Kinder locken.

Durch die Pergola blickt man in den nördlichen Bereich der Parkanlage, auf dem der Spielplatz entstehen soll. Rechts des Weges ist der Sandkasten geplant. Linkerhand kommt ein Kletter- und Balanciergerüst hin.
Durch die Pergola blickt man in den nördlichen Bereich der Parkanlage, auf dem der Spielplatz entstehen soll. Rechts des Weges ist der Sandkasten geplant. Linkerhand kommt ein Kletter- und Balanciergerüst hin. © Arvid Müller

Radebeul. Eine kleine Grünoase ist der Apothekerpark in Radebeul-West. Idyllisch liegt er zwischen Harmonie-, Hermann-Ilgen- und Bahnhofstraße. Vom Lärm der Straßen ist nichts zu hören. Bänke laden zum Verweilen ein. Tagsüber nimmt dort aber kaum einer Platz. Nur abends, wenn kein Lockdown ist, treffen sich in der warmen Jahreszeit Jugendliche zum Quatschen oder Musikhören.

Bereits vor zwei Jahren hat die damalige Stadtteilmanagerin Nadine Wollrad ein Manko in dem Stadtpark festgestellt. Zur Belebung der Grünanlage fehlt noch was - und zwar ein Spielplatz, wo Eltern mit ihren Kindern hingehen können. Die Stadt greift diese Idee nun auf. Seit einigen Tagen ist ein Schaukasten im Park aufgestellt, der einen Plan zur Neugestaltung enthält. Vorgesehen ist ein rund 950 Quadratmeter großer Spielplatz für Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren. Vielleicht in einem Jahr können sie dort bereits klettern oder im Sandkasten Burgen bauen. Denn bereits 2021 will die Stadt die Pläne umsetzen, wie Heike Funke, Leiterin des Sachgebiets für Stadtgrün in Radebeuler Rathaus, ankündigt.

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Bislang gibt es zu wenig Spielangebote im Stadtteil.

In Kötzschenbroda gibt es momentan zu wenig öffentliche Angebote, wo Kinder sich an der frischen Luft austoben können. „Zu geringe Spielkapazitäten“ nennt dies Funke. Die Situation spitzt sich noch weiter zu. Der kleine Spielplatz an der Hermann-Ilgen-Straße, der neben dem Geschäftssitz der städtischen Besitzgesellschaft und der Kita-Harmoniestraße liegt, muss wie die beiden Gebäude dem geplanten Neubau der Oberschule Kötzschenbroda weichen. Die Stadt plante zwar, auf dem künftigen Schulgelände einen Ersatz zu schaffen. Doch die verfügbare Fläche auf dem neuen Schulcampus, den einmal der Schulhausneubau, die sanierte Grundschule sowie der später im jetzigen Oberschulgebäude untergebrachte Hort bilden, reicht laut Funke dafür nicht aus.

„Flaschen-Potpourri“ lautet der Name für den Entwurf des Kletter- und Balanciergerüsts. Bei dessen Gestaltung dienen Utensilien einer Apotheke als Vorbild.
„Flaschen-Potpourri“ lautet der Name für den Entwurf des Kletter- und Balanciergerüsts. Bei dessen Gestaltung dienen Utensilien einer Apotheke als Vorbild. © Arvid Müller

Als Alternative hat die Stadtverwaltung nun einen Teil des Apothekerparks ins Auge gefasst. Den südlichen Bereich zwischen Harmoniestraße und Pergola will sie zum Spielplatz umgestalten. Die Pläne sehen wie folgt aus: Der relativ mittig durch das Areal verlaufende Weg bleibt erhalten. An seiner Ostseite entsteht ein großer Sandkasten, an der Westseite ein Kletter- und Balanciergerüst. Bei dessen Gestaltung wird das Thema Apotheke aufgegriffen. So sollen beispielsweise Wände, die dem gesamten Gerüst Halt geben und hinter denen sich Kinder verstecken können, wie Arzneifläschchen aussehen. Federwippen in Form eines Trichters oder Schale komplettieren die Anlage.

Neue Bäume werden als Schattenspender gepflanzt.

Ringsherum führt kreisförmig ein gepflasterter Weg. An ihm sind Bänke aufgereiht, auf denen sich Eltern oder Großeltern setzen können, während sie auf ihre Kinnings aufpassen. Zudem stellt die Stadt eine Schaukel auf.

Als Schattenspender kann die große Blutbuche nicht mehr dienen, von der nur noch ein Stumpf zeugt. Vor einem reichlichen Jahr musste der Ende des 18. Jahrhunderts gepflanzte Baum gefällt werden. Schädlinge wie Pilze hatten dessen Stamm befallen und stark zugesetzt. Die Rotbuche war nicht mehr zu retten. Damit der Spielplatz nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist, lässt die Stadt neue Gehölze pflanzen. Laut Plan sind neun neue Bäume geplant.

Bürger können Wünsche äußern.

Entlang der Harmoniestraße bildet ein Holzlattenzaun mit Tor die Grenze zum Fußweg. Die vorhandene Pergola bleibt erhalten und trennt Spielfläche und den Park bis zur Hermann-Ilgen-Straße, der von den Neugestaltungsplänen unberührt bleibt. Nur der Durchgang durch die Pergola bekommt ebenfalls Türen. Rund 250.000 Euro sind als Baukosten veranschlagt. Ein Großteil der Summe kommt aus dem Fördertopf für das Sanierungsgebiet Zentrum Radebeul-West.

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Bis Ende Dezember dieses Jahres ist der Plan vor Ort ausgehängt. Die Stadt nimmt während dieser Zeit Wünsche Hinweise und Anregungen per E-Mail [email protected] oder per Brief an Stadtverwaltung Radebeul, Sachgebiet Stadtgrün, Pestalozzistraße 8, 01445 Radebeul, entgegen.

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