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Beschlüsse zu Sportflächen und Digitalisierung

Radeburg hat viel vor mit der Zille-Schule. Der Bauantrag für die Erweiterung ist eingereicht. Im Stadtrat ging es jetzt um Arbeiten im Altbau und die Sportanlagen.

Die für den Schulsport genutzten Freiflächen der Heinrich-Zille-Oberschule sollen komplett neu gestaltet werden. Dabei sollen auch Voraussetzungen für bisher nicht mögliche Sportarten geschaffen werden.
Die für den Schulsport genutzten Freiflächen der Heinrich-Zille-Oberschule sollen komplett neu gestaltet werden. Dabei sollen auch Voraussetzungen für bisher nicht mögliche Sportarten geschaffen werden. © Arvid Müller

Radeburg. Sehr intensiv haben die Radeburger Stadträte im vergangenen Jahr über die dringend erforderliche Erweiterung der Heinrich-Zille-Oberschule diskutiert. Diese war in der Schulnetzplanung des Landkreises vor knapp zehn Jahren noch mit zwei Klassen pro Jahrgang ausgewiesen worden. Mit den angemeldeten 72 Mädchen und Jungen werden nach den Ferien erneut drei fünfte Klassen starten. Insgesamt erhöht sich die Zahl damit auf 17, womit es nur noch einen Jahrgang mit zwei Klassen gibt.

Gemeinsam mit der Verwaltung, der Schule und dem Planungsbüro sowie in Abstimmung mit der Denkmalpflege wurde schließlich eine Variante entwickelt, die Schülern und Lehrern den notwendigen Platz für zeitgemäßes und erfolgreiches Lernen und Unterrichten schaffen soll. Inzwischen ist auch der Bauantrag beim Landratsamt eingereicht.

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Deutlich länger liegt bereits eine andere Entscheidung zurück. Im Sommer 2018 hatte der Stadtrat über eine Ertüchtigung der für den Schulsport genutzten Freiflächen beraten und abgestimmt. Hintergrund waren Gelder aus einem Förderprogramm des Bundes. Eine Art Konjunkturpaket für Schulen. Aus diesem bekommt Radeburg nach einem Verteilerschlüssel eine feste Fördersumme. Einen Teil hat die Stadt bereits für ihre andere Schule eingesetzt. Auf dem Meißner Berg wurde der noch der aus DDR-Zeiten stammende Hof der neugebauten Grundschule umgestaltet.

Der andere Teil des Geldes - maximal 146.000 Euro - soll nun in die Ertüchtigung der Sportanlagen der Heinrich-Zille-Schule fließen. Gerechnet wird mit Gesamtkosten in Höhe von rund 183.000 Euro. Auf den intensiv genutzten Anlagen fehlen derzeit die Voraussetzungen für bestimmte Sportarten, wie beispielsweise Kugelstoßen, Weitsprung und Kurzstreckenlauf.

Die neue Sporthalle der Zille-Oberschule wird in diesem Teil des geplanten Anbaus untergebracht. Darüber entstehen Unterrichtsräume. Die denkmalgeschützte alte Turnhalle wird zur Mensa umgebaut.
Die neue Sporthalle der Zille-Oberschule wird in diesem Teil des geplanten Anbaus untergebracht. Darüber entstehen Unterrichtsräume. Die denkmalgeschützte alte Turnhalle wird zur Mensa umgebaut. © Planungsbüro Partzsch

Allerdings gab es bisher zwei Probleme. Zum einen waren die Flächen als möglicher Standort für den Neubau der Schulturnhalle mit in Betracht gezogen worden. Diese wird nun in die Erweiterungsbauten integriert. Zum anderen gehört das Land zu Teilen der städtischen Wohnungsgesellschaft und der Radeburger Kirchgemeinde. Auch mit Letzterer wurden nun Verhandlungen über einen langfristigen Pachtvertrag erfolgreich abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt 80 Jahre.

Der Stadtrat konnte damit am Donnerstagabend die Planungsleistungen für die Neugestaltung der Sportanlagen zum Angebotspreis von knapp 31.000 Euro vergeben. Die Verwaltung will zudem beantragen, dass der Einsatz der Fördermittel nicht bis Ende 2021, sondern erst ein Jahr später abgerechnet werden muss.

Auch ein weiterer Beschluss in der jüngsten Stadtratssitzung befasste sich mit der Oberschule. Dabei ging es um die Bauleistungen für die Digitalisierung der Schule. Veranschlagt sind dafür rund zehn Wochen Bauzeit, die hauptsächlich in den Sommerferien liegen sollen. Auch hierfür sowie für die Anschaffung neuer Technik gibt es Fördermittel vom Bund.

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In der Grundschule erfolgten die Arbeiten in den vergangenen Monaten bereits parallel zur Beseitigung des Wasserschadens an der Heizung. Diese sind inzwischen abgeschlossen. In der nächsten Woche muss nur noch das Parkett abgeschliffen werden.

Auch bei diesem Förderprogramm müssen die zur Verfügung gestellten Gelder bis Ende nächsten Jahres abgerechnet werden.

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