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Zu viel Verkehr auf der Kottenleite?

Seit der Sanierung der steilen Straße in Radebeul habe sich das Fahrzeugaufkommen erhöht, beklagen Anwohner. Die Stadt zählte nach.

Seit Ende November 2018 können Autos auf der sanierten Kottenleite fahren.
Seit Ende November 2018 können Autos auf der sanierten Kottenleite fahren. © Norbert Millauer

Radebeul. Seit zwei Jahren ist die Kottenleite nach grundhaften Ausbau für den Verkehr freigegeben. Anwohner beschweren sich, dass die Zahl an Autos, vor allem an Lkws, seither zugenommen habe. Diese würden von Lindenau kommend, statt die Moritzburger Straße bis zur Ampelkreuzung an der Meißner Straße zu fahren, lieber die Kottenleite hinunterbrettern, da sie dort hoffen, schneller auf die Meißner Straße abbiegen zu können. Denn dort steht keine Ampel, an der sie bei Rot warten müssten. Anwohner jedenfalls ärgern sich über eine Zunahme an Lärm sowie dass es durch den vielen Verkehr gefährlich geworden ist, die Kottenleite zu überqueren.

Eine Anwohnerin hat sich mit dem Problem an die Stadtverwaltung gewandt. Nachdem sie über Monate auf eine Antwort gewartet hatte, trug sie das Ärgernis in der Einwohnerfragestunde des Stadtrates vor. Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) entschuldigte sich dafür, dass sie keine Zwischeninformation bekam. Das Warten auf eine Antwort hatte jedoch einen Grund. Die Stadt ließ den Verkehr auf der Straße zählen.

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Aktuell rollen rund 3.600 Fahrzeuge täglich über die Kottenleite. Bei der letzten Zählung in den Jahren 2011 und 2012 waren es zwischen 2.800 und 3.300 Kraftfahrzeuge am Tag. Der Anteil an Lkws betrug damals 17 bis 21 Prozent. Nun liegt er laut OB bei 6,4 Prozent. Der OB vermutet, dass die Verkehrszunahme eventuell an den vielen Baustellen in der Umgebung liegen könnte. So waren am Tag der Datenerfassung der Spitzgrund in Coswig sowie die Mittlere Bergstraße in Zitzschewig gesperrt. Wenn das Baugeschehen im Umfeld der Kottenleite abgeschlossen ist, werde eine weitere Zählung erfolgen, kündigte das Stadtoberhaupt an.

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