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Razzien gegen „Gruppe Freital“

Die Durchsuchungen am Mittwoch in drei Bundesländern richteten sich gegen Mitglieder aus der zweiten Reihe der rechtsterroristischen Vereinigung.

© Sebastian Kahnert/dpa

Dresden. Terrorismus-Ermittler des Landeskriminalamtes haben am Mittwoch sieben Wohnungen in Freital und Umgebung, eine in Bayern und Niedersachsen sowie einen PKW durchsucht. Die Razzia richtete sich gegen zehn weitere Mitgliedern und Unterstützer der „Gruppe Freital“, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden. Die sieben Männer und drei Frauen zwischen 19 und 53 Jahren sollen in abwechselnder Besetzung an den Taten der rechtsterroristischen Vereinigung beteiligt gewesen sein.

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Die zweite Reihe der „Gruppe Freital“

Neun weitere Personen sollen an den Anschlägen der rechtsterroristischen Vereinigung beteiligt gewesen sein. Eine Anklage gibt es gegen sie aber noch nicht.

Das Oberlandesgericht Dresden hatte vor drei Wochen acht Mitglieder und die Rädelsführer der „Gruppe Freital“ unter anderem wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung, des Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen und versuchten Mordes zu Haftstrafen zwischen vier und zehn Jahren verurteilt. Sie hatten 2015 zwei Flüchtlingswohnungen in Freital, ein Parteibüro der Linken und das Auto eines Linke-Stadtrats in Freital sowie ein alternatives Wohnprojekt in Dresden angegriffen haben. Sechs Gruppenmitglieder legten Revision gegen das Urteil ein.

Das Ermittlungsverfahren wurde zunächst durch die Bundesanwaltschaft geführt, 2017 aber an die Generalstaatsanwaltschaft Dresden abgegeben. Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem zahlreiche Smartphones, Festplatten und USB-Sticks sichergestellt. Außerdem fanden die Ermittler neben vier Hakenkreuzfahnen auch diverse Waffen wie Schlagringe, eine Schreckschusswaffe mit Munition und mehrere Messer. (SZ/sca)