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Alle guten Dinge sind vier

Das Zeithainer Feuerwehrmuseum lockte am Sonnabend 1.600 Besucher an. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf spezieller Feuerwehrtechnik aus Sachsen.

Über Hunderte Besucher konnte sich Museumsbegründer und Vereinschef Siegfried Bossack freuen, hier an seinem ehemaligen Dienstwagen aus DDR-Zeiten.
Über Hunderte Besucher konnte sich Museumsbegründer und Vereinschef Siegfried Bossack freuen, hier an seinem ehemaligen Dienstwagen aus DDR-Zeiten. © Klaus-Dieter Brühl

Zeithain. Es war bereits das 18. Mal, dass die Historiker vom Zeithainer Feuerwehrmuseum am Sonnabend zum Museumsfest einluden. Mit 1.600 Besuchern war das Museumsgelände bereits vor dem offiziellen Beginn gut gefüllt. Darunter sehr viele Feuerwehrleute – nicht nur aus der Region, sondern weit darüber hinaus. Schließlich ist das Zeithainer Museum eines der größten seiner Art in Deutschland und verfügt über die wohl umfangreichste Sammlung an Fahrzeugen und Technik aus Ostdeutschland und der DDR.

Hauptaugenmerk lag in diesem Jahr auf der Feuerwehrtechnik aus Sachsen. Museums-Chef Siegfried Bossack wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass Sachsen im 19. Jahrhundert eines der industriell fortgeschrittensten deutschen Länder war. Mit der sich entwickelnden Industrie wuchs auch der Bedarf nach Brandschutz und Brandbekämpfung. Spezielle Betriebe zur Produktion von Löschfahrzeugen und -technik entstanden. So war es auch kein Zufall, das die erste Freiwillige Feuerwehr Deutschlands 1841 im sächsischen Meißen gegründet wurde, also dieses Jahr ihren 180ten Geburtstag feiern konnte.

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Die historische Handdruck-Feuerspritze aus dem Jahr 1907 ist eines der neuen Exponate für das Museum - ein Geschenk der Gemeinde Großrückerswalde. Es handelt sich um eine der letzten - schon industriell gefertigten - Handdruckspritzen, die aber bald durch
Die historische Handdruck-Feuerspritze aus dem Jahr 1907 ist eines der neuen Exponate für das Museum - ein Geschenk der Gemeinde Großrückerswalde. Es handelt sich um eine der letzten - schon industriell gefertigten - Handdruckspritzen, die aber bald durch © Klaus-Dieter Brühl

Stolz ist man auf die vier aktuellen Neuerwerbungen: Die Gemeinde Großrückerswalde schenkte dem Museum eine Handdruckfeuerspritze von 1907, aus der Zeit also, als Wasserpumpen noch mit der Kraft starker Männer betrieben werden mussten. Eine Anhängeleiter aus Holz aus den 1950er Jahren kam von der Berufsfeuerwehr Jena. Und die Branddirektion Leipzig übergab der Sammlung ein erst 2001 als Einzelstück in Dienst gestelltes Rettungsfahrzeug, das - mit einem Unterdrucksystem ausgestattet - für den Transport hochinfektiöser Patienten bestimmt war. Das vierte Exponat ist ein von Kamerad Holger Läntzsch angefertigtes zwei Quadratmeter großes Diorama, das die Bekämpfung eines Waldbrandes mithilfe eines Agrarflugzeuges am Rande eines Truppenübungsplatzes zeigt. Das Originalflugzeug steht übrigens gleich daneben. (SZ+)

Die Strehlaer Schalmeienzunft sorgte für die musikalische Umrahmumg des Festes. Die 40 Musikanten gehören auch zur Strehlaer Feuerwehr.
Die Strehlaer Schalmeienzunft sorgte für die musikalische Umrahmumg des Festes. Die 40 Musikanten gehören auch zur Strehlaer Feuerwehr. © Klaus-Dieter Brühl

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