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Riesa

Eine Führung für Führer

Wie lässt sich die Region zwischen Riesa und Elsterwerda besser vermarkten? Daran wird grenzüberschreitend gearbeitet.

Hier wurden einst Ananas gezüchtet: Bernd Maucher vom Heimatverein Elsterwerda stellt Kollegen die wechselvolle Geschichte Elsterwerdas vor.
Hier wurden einst Ananas gezüchtet: Bernd Maucher vom Heimatverein Elsterwerda stellt Kollegen die wechselvolle Geschichte Elsterwerdas vor. © ERD

Elbe-Röder-Dreieck. Wer in Gröditz wohnt, hat die Landesgrenze Sachsen/Brandenburg direkt am Stadtrand. Wer seine Freizeit verbringt, nimmt sie kaum war. In der Verwaltung allerdings spielt sie sehr wohl eine Rolle. Um die gemeinsame Vermarktung der Region zwischen Riesa und Elsterwerda voranzubringen, arbeiten Gästeführer aus Sachsen und Brandenburg mittlerweile deutlich stärker zusammen als früher.

So trafen sie sich kürzlich erstmals zu einer gemeinsamen Weiterbildung in der Grenzregion um Elsterwerda. Aus Gröditz war Jana Förster dabei, aus Großenhain Klaus Hammerlik, aus Stauchitz Birgit Beecken, aus Wülknitz Jens Kraze, aus Zeithain Olaf Kaube und Thiendorf war mit Heidi Reißmann vertreten. Es galt, Erfahrungen auszutauschen und die Region der Nachbarn besser kennenzulernen. Schließlich gibt es auf beiden Seiten der Landesgrenze etliche buchbare Angebote für Tourismus und Naherholung.

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Bald ist Weihnachten. Das schönste Fest des Jahres soll auch dieses Jahr Kinderaugen zum Strahlen und Erwachsene zum Innehalten und Genießen bringen.

Vor drei Jahren haben sich Naturinteressierte aus der Leader-Region Elbe-Röder-Dreieck zu zertifizierten Natur- und Landschaftsführern fortbilden lassen. Seither gibt es ein Jahresprogramm geführter Touren zwischen Elbe, Weinbergen und Heidelandschaft im nördlichen Landkreis Meißen. Dazu zählte auch die diesjährige interne Exkursion nach Brandenburg.

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des historischen Areals am Elsterschloss- Gymnasium Elsterwerda an der Schwarzen Elster. Im sanierten barocken Gärtnerhaus im Schlosspark wurden noch Spuren der Ananas-Zucht aus dem 18. Jahrhundert freigelegt. Diese interessante, fast vergessene Geschichte erläuterte Bernd Maucher, Mitglied des Heimatvereins Elsterwerda.

Wie Carola Meißner vom Gästeführerring Südbrandenburg/Nordsachsen betont, biete die Grenzregion noch sehr viel Potenzial für Naturentdeckungen und Kulturerlebnisse. Deshalb biete sich der weitere Ausbau geführter Touren an. (SZ)

Die schon bestehenden Tourenangebote findet man noch getrennt auf den Seiten des Gästeführerrings sowie auf den Seiten der Region Elbe-Röder-Dreieck: www.gaestefuehrer-suedbrandenburg-nordsachsen.de/ und https://elbe-roeder.de/wunderbar.

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