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So gelingt der Zwiebelkuchen

Roß-Wirtin Gabriele Dörner bäckt ihn für die Federweißerzeit am Wochenende in Diesbar-Seußlitz.

Gabriele Dörner vom Landgasthof und Hotel „Zum Roß“ präsentiert ihren frisch gebackenen Zwiebelkuchen.
Gabriele Dörner vom Landgasthof und Hotel „Zum Roß“ präsentiert ihren frisch gebackenen Zwiebelkuchen. © Sebastian Schultz

Diesbar-Seußlitz. Zwiebelkuchen hat Hochsaison. Vor allem an diesem Wochenende. Dann haben mehrere Gasthäuser und Besenwirtschaften in Diesbar-Seußlitz zum Höhepunkt der diesjährigen Federweißerzeit geöffnet. Das schmackhafte Gebäck darf da nicht fehlen. 

Auch nicht im Landgasthof "Zum Roß". Hier kümmert sich Wirtin Gabriele Dörner noch selbst um den Zwiebelkuchen. "Das Rezept ist ziemlich einfach", sagt die 51-Jährige. Zuerst knetet sie den Hefeteig. Dazu benötigt sie 300 Gramm Mehl, 15 Gramm Hefe, 150 Milliliter lauwarmes Wasser, 50 Gramm Butter, ein Esslöffel Öl, eine Prise Salz und eine Prise Kümmel. Eine Stunde lässt sie den Teig stehen. 

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In der Zwischenzeit bereitet sie den Belag vor. Während sie dafür 1,3 Kilogramm Gemüsezwiebeln schält und in dünne Scheiben schneidet, erzählt sie, wie froh sie ist, dass nach der Corona-Sperre für Hotels und Gaststätten der Tourismus in Diesbar-Seußlitz wieder angelaufen ist. "Wir haben mehr Gäste, die länger bleiben", sagt sie. Der Trend, in Deutschland Urlaub zu machen, habe sich hier bestätigt. "Das ist gut so, damit können wir das Loch, das Corona gerissen hat, ein bisschen stopfen."   

Ein eingeschworenes Team

Sie gibt die geschnittenen Zwiebel in einen Tiegel und lässt sie glasig anschwitzen. - Sie erinnert sich weiter an die Zeit der Ungewissheit. "Man wusste ja nicht, wie es weitergeht." Sofort lenkt sie das Gespräch auf ihre Mitarbeiter. Mit Aushilfen arbeiten immerhin 20 Leute im Landgasthof Zum Roß. "Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft, ohne mein Team hätten wir manche Hochs und Tiefs nicht stemmen können", sagt sie. Und das sei nicht erst seit Corona so. Mehr Details verrät sie aber nicht. Nur so viel: "Gesundheit ist das Wichtigste." 

Als nächstes brät sie 150 Gramm Schinkenspeck, bis er goldgelb ist. - Hmm, das duftet! Genauso wie beim Weingrillabend, mit dem das Federweißer-Wochenende am Freitagabend eröffnet wurde. Für den Sonnabend ist im Roß ab 18 Uhr ein Wein-Schunkel-Abend geplant. Der ehemalige Oberländer "Floh" sorgt für die Musik. "Wir dürfen zwar keinen Tanz veranstalten, aber es soll wenigstens etwas Weinseeligkeit aufkommen", sagt Gabriele Dörner, mischt ein Ei, 300 Milliliter Schlagsahne, Gewürze und 30 Gramm Kartoffelstärke und gibt anschließend die Zwiebelmasse dazu.

Diese Mischung verteilt sie gleichmäßig auf dem Hefeteig und schiebt den Zwiebelkuchen bei 165 °C in den Ofen. Nach etwa 40 Minuten holt sie ihn raus. Fertig. 

Da möchte man am liebsten reinbeißen.
Da möchte man am liebsten reinbeißen. © Sebastian Schultz

Die Gäste können sie freuen und das nicht nur an diesem Wochenende. Denn die Federweißermeile ist in diesem Jahr eine Federweißerzeit und geht bis Ende September. Gabriele Dörner hofft auf einen sonnigen Herbst. "In unserer Region hängt vieles vom Wetter ab", sagt sie. "Sobald die Sonne scheint, sind die Leute hier." Die Vorhersagen für die nächsten Tage stimmen sie optimistisch. - Auf Wiedersehen in Diesbar-Seußlitz an der Elbe. Und guten Appetit!

Diese Gaststätten und Besenwirtschaften haben am Wochenende zur Federweißerzeit geöffnet:

  • Weinbaubetrieb Familie Tittes (Schlenderweinproben am Sonnabend und Sonntag jeweils 11 und 15 Uhr, Treffpunkt: Holzhütte am Landgasthof Zum Roß)
  • Raums Klarissenklause (Sa./So. 11 bis 18 Uhr)
  • Besenwirtschaft unterm Nussbaum (Sa./So. ab 12 Uhr)
  • Weincafé "Anno 1272" am Haus des Gastes (ganztags am Sa./So.)
  • Weingut Lehmann (Sa./So. 12 bis 18 Uhr sowie Weinwanderung am Sonntag 11 Uhr)
  • Ulrichs Weindomizil (Sa./So. ab 14 Uhr sowie Frühschoppen am Sonntag ab 11 Uhr mit dem Nünchritzer Wacker-Blasorchester)
  • Landgasthof "Zum Roß" (Höhepunkt: Wein-Schunkel-Abend am Sa. ab 18 Uhr)
  • WeinReich (mit dem Oldtimerbus zu den schönsten Weinsichten der Region, So. 11  und 13.30 Uhr)

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