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Landkreis Meißen: Polarlichter über dem Elbland

Wer in der Nacht zu Montag in den Himmel schaute, konnte ein rotes und grünes Leuchten beobachten. Warum das Phänomen gerade jetzt auftrat.

Von Stefan Lehmann
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Ein rotes Leuchten über Strehla: Vom Reußner Berg aus hat Stefan Schwager Sonntagnacht Polarlichter aufgenommen.
Ein rotes Leuchten über Strehla: Vom Reußner Berg aus hat Stefan Schwager Sonntagnacht Polarlichter aufgenommen. © Stefan Schwager

Riesa. Die Chancen standen schon im Vorfeld gut, ein bisschen Glück brauchte man allerdings schon, sagt Stefan Schwager. Gemeinsam mit weiteren Mitstreitern der Riesaer Sternenfreunde lag er Sonntagnacht auf dem Reußner Berg auf der Lauer und hoffte auf Polarlichter. "Wir haben dafür regelmäßig die Sonnendaten im Blick", erzählt er. Sobald Aktivitäten auf der Sonne sichtbar würden, steigen die Chancen, auch in unseren Breiten das Polarleuchten zu sehen. Genau zu prognostizieren sind die Polarlichter aber nicht.

Sonntagnacht ging der Plan auf: Gegen 22 Uhr wurde der Himmel hell. "Die Wolken am Himmel erschienen dagegen dunkel", erklärt Schwager, "weil sie von oben angestrahlt wurden." Das sei bei Lichtverschmutzung anders, da komme das Licht ja aus Richtung Erde.

Bis etwa 1 Uhr war das Polarlicht über Strehla gut zu erkennen. Bis in eine Höhe von 20, 30 Grad sei der Himmel in kräftiges Rot getaucht gewesen, erklärt Stefan Schwager. "Absoluter Wahnsinn", sagt er selbst - in dieser Intensität habe er das Himmelsphänomen selten gesehen. Mehrmals telefonierte er am Montag zu dem Thema mit verschiedenen Radiosendern.

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