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AfD-Stadtrat rückt nach

Volker Barthel zieht sich aus dem Riesaer Gremium zurück. Es ist schon der zweite Wechsel seit den Wahlen 2019.

Martin Bischof (l.) folgt als Nachrücker auf AfD-Stadtrat Volker Barthel.
Martin Bischof (l.) folgt als Nachrücker auf AfD-Stadtrat Volker Barthel. © AfD

Riesa. Ein neues Gesicht rückt in den Riesaer Stadtrat nach. In der Septembersitzung des Gremiums wurde Martin Bischof als Nachfolger von AfD-Stadtrat Volker Barthel vereidigt. Bischof ist 33 Jahre alt und Angestellter. Der zweifache Familienvater  will sich im Stadtrat insbesondere in Sachen Familienpolitik einbringen, etwa in Sachen Schulen und Kitas. "Erst einmal werde ich mich aber in die Materie einarbeiten müssen." Schließlich sei er jetzt mittendrin in das Amt gerutscht. Nach dem Linke-Stadtrat Erik Christopher Richter ist Bischof nun der zweitjüngste Stadtrat in Riesa. 

Eine Nachrückerin bliebe noch

Volker Barthel, der im  Mai 2019 mit 484 Stimmen in den Stadtrat einzog, zieht sich aus gesundheitlichen Gründen von dem Ehrenamt zurück. Er war Mitglied im Bauausschuss und im Aufsichtsrat der FVG Riesa. Ob sein Nachfolger diese Aufgaben eins zu eins übernimmt, entscheidet seine Fraktion. 

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Es ist schon der zweite Wechsel innerhalb der AfD-Fraktion im Riesaer Stadtrat: Zuvor hatte im März bereits Gottfried Reichelt sein Amt niedergelegt, der zuvor mit 78 Jahren als ältester Kandidat gewählt worden war. Auch Reichelt hatte seinen Rückzug mit der eigenen Gesundheit begründet. Für ihn war bereits Toni Seidel aufgerückt. 

Wechsel innerhalb einer Wahlperiode sind nicht völlig unüblich. 2017 waren beispielsweise Thorsten Anke (CDU) und Jörg Asse (Freie Wähler) aus beruflichen Gründen ausgeschieden. In solchen Fällen kann nach einem Beschluss des Stadtrats eine weitere Person von der Wahlliste nachrücken, erklärt Stadtsprecher Uwe Päsler auf Nachfrage. Von den zehn AfD-Kandidaten hatten es 2019 sieben in den Stadtrat geschafft, zwei weitere sind nun nachgerückt. 

Damit gibt es mit Anne Rampold bei der AfD noch eine weitere potenzielle Nachrückerin, sofern noch jemand ausscheiden sollte. "Selbstverständlich können nur die Personen in den Stadtrat einziehen, die sich 2019 auch zur Wahl gestellt haben", betont Päsler. Für den theoretischen Fall, dass danach noch weitere Stadträte der Partei ausscheiden, bliebe der Sitz entsprechend frei.  Die AfD stellt mit sieben Stadträten in Riesa die zweitstärkste Fraktion nach der CDU. 

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