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Riesaer erhält Museums-Ehrenamtspreis

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch zeichnet Lutz Bernhardt aus. Warum sich der Riesaer den Preis mehr als verdient hat.

Lutz Bernhardt und seine Frau Helga haben auch zur Geschichte des Merzdorfer Herrenhauses geforscht.
Lutz Bernhardt und seine Frau Helga haben auch zur Geschichte des Merzdorfer Herrenhauses geforscht. ©  SZ-Archiv: Klaus-Dieter Brühl

Dresden/Riesa. Kulturministerin Barbara Klepsch hat am Montag 25 Ehrenamtliche für ihr besonderes Engagement in den sächsischen Museen ausgezeichnet. Unter ihnen ist auch ein Preisträger aus dem Landkreis Meißen. Lutz Bernhardt nahm die Auszeichnung entgegen. 

Der Riesaer ist seit Juni 2009 Mitglied des Museumsvereins und wurde vom hiesigen Stadtmuseum vorgeschlagen. In der Begründung heißt es: "Mit Engagement und Enthusiasmus arbeitet er aktiv in der Arbeitsgruppe ,Unsere Heimat' zur heimatgeschichtlichen Forschung. Er war an der Erarbeitung zahlreicher Publikationen maßgeblich beteiligt. Die Forschungen zur Geschichte des Riesaer Ölwerkes, der Riesaer Teigwaren GmbH und des Riesaer Stadtteils Merzdorf tragen seine Handschrift." 

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Bernhard habe sich einem für das Museum außerordentlich wichtigen Thema mit besonderer Hingabe gewidmet. Er nahm den Bestand der in Riesa im öffentlichen Raum befindlichen Kunst, Denkmäler, Gedenksteine, Schlusssteine und sogenannter „Gaffköpfe“ vollständig auf und recherchierte Fakten. Er dokumentiert in Wort und Bild und aktualisiert diesen Katalog ständig.

Geehrt von Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU): Lutz Bernhardt wurde jetzt in Dresden ausgezeichnet.
Geehrt von Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU): Lutz Bernhardt wurde jetzt in Dresden ausgezeichnet. © SMK/Michael Schmidt

Beispielhaft sei auch seine Mitwirkung an der langjährigen Veranstaltungsreihe "Vortrag am Dienstag". Unverzichtbar ist Lutz Bernhardt als Mitautor der monatlichen Heimatgeschichtsseite des Museums in der Regionalausgabe der Sächsischen Zeitung. Mit der alljährlich stattfindenden Mondscheinführung verdankt die Stadt Riesa ihm zudem einen kulturellen Höhepunkt. 

Das vielfältige und langjährige Engagement von Lutz Bernhardt sei der Ausschlag für die Ehrung gewesen, sagt die stellvertretende Pressesprecherin des sächsischen Kulturministeriums, Manja Kelch. Auch wenn es der einzige Vorschlag aus dem Landkreis Meißen war, soll es nicht Bernhardts Verdienste schmälern. 

"Ich danke allen Ehrenamtlichen von Herzen für ihr herausragendes Engagement", sagte Babara Klepsch bei der Auszeichnungsfeier. "Gerade jetzt, in dieser besonderen Zeit, in der die Corona-Pandemie die sächsische Museumslandschaft und das Kulturland Sachsen als Ganzes in nie gekannter Weise schmerzlich getroffen hat, sind wir nur stark, wenn wir wertschätzend zusammenarbeiten." Die öffentliche Auszeichnung von 25 Personen, stellvertretend für alle ehrenamtlich Engagierten im Museumswesen, sei ein wichtiges Zeichen für den Zusammenhalt.

Die Auszeichnung "Ehrenamt im Museumswesen" wurde im Jahr 2004 ins Leben gerufen und wird im zweijährigen Wechsel mit dem Sächsischen Museumspreis verliehen. 2020 sind weit mehr Vorschläge eingegangen als in allen Jahren zuvor. Mit insgesamt 67 Vorschlägen aus allen zehn sächsischen Landkreisen und den kreisfreien Städten Chemnitz, Leipzig und Dresden gab es eine überaus positive Resonanz auf das im sächsischen Beteiligungsprotal digitalisierte Vorschlagsverfahren. Parallel konnten die Vorschläge ebenfalls per Post eingereicht werden. 

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