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Riesaer lehnt Kreistagsmandat ab

Benjamin Krecksch hätte für einen verstorbenen Kreisrat nachrücken sollen. Dazu wird es aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht kommen.

Die knapp 90 Mitglieder des Meißner Kreistags treffen sich – wie hier am 1. Juli dieses Jahres – am 30. September wieder in der Riesaer Stadthalle Stern.
Die knapp 90 Mitglieder des Meißner Kreistags treffen sich – wie hier am 1. Juli dieses Jahres – am 30. September wieder in der Riesaer Stadthalle Stern. © Archivfoto: Klaus-Dieter Brühl

Riesa. Der Riesaer Benjamin Krecksch wird aller Voraussicht nach nicht in den Meißner Kreistag nachrücken. Krecksch, der sich 2019 auf der Liste von Bündnis 90/Die Grünen für ein Mandat auf Kreisebene beworben hatte, sollte eigentlich auf den im Juli verstorbenen Grünen-Kreisrat Falk Mallon folgen. Wie aus einer Beschlussvorlage für die kommende Kreistagssitzung am 30. September hervorgeht, hat Krecksch jedoch mitgeteilt, das Mandat unter anderem aus beruflichen Gründen und familiärer Fürsorge abzulehnen.

Statt dem 1986 geborenen Riesaer soll nun Rebekka Schubert aus Coswig nachrücken. Die Diplom-Psychologin, Jahrgang 1983, hat nach Angaben des Landratsamts bereits erklärt, das Mandat annehmen zu wollen. Die Entscheidung darüber liegt jetzt bei den Kreisräten.

Benjamin Krecksch hatte im Vorfeld der Kreistagswahl 2019 für Aufsehen gesorgt: Die SPD hatte seinerzeit mitgeteilt, der Riesaer werde auf ihrer Liste kandidieren. Zu diesem Zeitpunkt hatte damals allerdings schon festgestanden, dass der Sozialpädagoge für die Grünen ins Rennen um ein Mandat gehen würde. Krecksch selbst sprach damals von einem Kommunikationsproblem.

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Im insgesamt 86-köpfigen Meißner Kreistag bleibt es damit bei acht Kreisräten aus Riesa: Neben Annett Michler, Werner Laaser und Roland Günther (alle AfD) gehören Riesas OB Marco Müller und Cornelia Jähnel (beide CDU) sowie Bärbel Heym und Uta Knebel (beide Die Linke) dem Gremium an. Außerdem Andreas Näther (SPD).

Riesas Finanzbürgermeisterin Kerstin Köhler, die allerdings nicht in Riesa wohnt, ist ebenfalls Kreisrätin und Mitglied der CDU-Fraktion. (SZ)

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