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Zukunft von Kiosk-Standort offen

Was an die Stelle des abgerissenen Verkaufsstands am Puschkinplatz kommen soll, ist noch nicht ganz klar – auch, weil es eine Besonderheit gibt.

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Vom heutigen Kiosk am Puschkinplatz waren bereits Ende Dezember Teile abgebaut worden. Er verschwindet ganz. Was dann kommt, das prüft die Stadt Riesa, auf deren Grund und Boden das Häuschen steht.
Vom heutigen Kiosk am Puschkinplatz waren bereits Ende Dezember Teile abgebaut worden. Er verschwindet ganz. Was dann kommt, das prüft die Stadt Riesa, auf deren Grund und Boden das Häuschen steht. © Eric Weser

Riesa. Was aus dem Areal wird, auf dem der Puschkinplatz-Kiosk stand, ist noch nicht ganz klar. Das hat die Stadt Riesa auf Nachfrage mitgeteilt. Dem Rathaus zufolge soll das Kiosk-Gebäude noch in dieser Woche abgerissen werden.

Danach werde man zunächst sehen müssen, ob an der Fläche noch Nacharbeiten nötig sind – beispielsweise am Fundament, so Stadtsprecher Uwe Päsler. Für die künftige Gestaltung gebe es zwar noch keine konkrete Idee. Im Rathaus wolle man aber prüfen, was dort über das Förderprogramm Lebendige Zentren (LZP) und im Einklang mit dem Denkmalschutz möglich sei.

Dass der Puschkinplatz unter Denkmalschutz steht, ist für Vorhaben dort immer wieder eine Hürde. Zuletzt spielte das Thema bei der für dieses Jahr geplanten Spielplatz-Umgestaltung wieder eine Rolle. Auch die Einrichtung eines neuen Biergartens auf dem Platz hatte der Denkmalschutz vor nicht allzu langer Zeit kritisch gesehen.

An der Nordostecke des Alexander-Puschkin-Platzes hatte der Zeitungskiosk im Jahr 1955 gute Gesellschaft durch eine Telefonzelle und den Lebensmittelkiosk der HO in Form eines Pilzes.
An der Nordostecke des Alexander-Puschkin-Platzes hatte der Zeitungskiosk im Jahr 1955 gute Gesellschaft durch eine Telefonzelle und den Lebensmittelkiosk der HO in Form eines Pilzes. © Quelle: Stadtmuseum Riesa
Der damalige Zeitungskiosk auf einem Foto, das laut Stadtmuseum vom Anfang der 1960er stammt. Ältere Riesaer erinnern sich, wie sie dort als Kinder die „Frösi“ oder andere Zeitschriften kauften.
Der damalige Zeitungskiosk auf einem Foto, das laut Stadtmuseum vom Anfang der 1960er stammt. Ältere Riesaer erinnern sich, wie sie dort als Kinder die „Frösi“ oder andere Zeitschriften kauften. © Quelle: Stadtmuseum Riesa

Mit dem Verschwinden des Puschkinplatz-Kiosks endet am Puschkinplatz indes eine Ära: Jahrzehntelang waren an der Nordostspitze des Platzes Zeitungen und Zeitschriften verkauft worden. Fotos aus den 1950er- beziehungsweise 1960er-Jahren zeigen den ehemaligen Verkaufsstand mit benachbarter Telefonzelle und einem HO-Lebensmittelkiosk in Form eines Pilzes. Wann der Pilz verschwand und der alte Kiosk ersetzt wurde, dazu konnten allerdings weder das Stadtmuseum noch die Stadtverwaltung Angaben machen. (SZ/ewe)