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Günther kritisiert Abschiebung nach Georgien scharf

Die Abschiebung einer georgischen Familie aus Pirna wird zum Streitfall in Sachsens Regierungskoalition. Vize-MP Wolfram Günther findet deutliche Worte.

Das Thema Abschiebungen ist eines der heikelsten in Sachsens Kenia-Koalition. Vize-Regierungschef Wolfram Günther (Grüne) fordert mit deutlichen Worten mehr Informationen zur nächtlichen Abschiebung einer georgischen Großfamilie aus Pirna.
Das Thema Abschiebungen ist eines der heikelsten in Sachsens Kenia-Koalition. Vize-Regierungschef Wolfram Günther (Grüne) fordert mit deutlichen Worten mehr Informationen zur nächtlichen Abschiebung einer georgischen Großfamilie aus Pirna. © Jan Woitas/dpa

Dresden/Pirna. Die Abschiebung einer georgischen Familie mit sieben Kindern aus Pirna wird mehr und mehr zum Streitfall innerhalb der sächsischen Regierungskoalition aus CDU, Grünen und SPD.

Scharfe Kritik übte jetzt der Sachsens Vize-Ministerpräsident Wolfram Günther (Grüne). „So etwas darf nicht passieren, das ist eines zivilisierten Landes nicht würdig“, sagte Günther der Sächsischen Zeitung. „Sachsen wird hier seiner humanitären Verantwortung nicht gerecht“, so Günther weiter.

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Er werde Innenminister Roland Wöller (CDU) an diesem Dienstag im Kabinett bitten, zum Sachverhalt und dem zeitlichen Ablauf der Abschiebung detailliert zu berichten. Die Familie mit sieben Kindern war Anfang Juni mitten in der Nacht aus Pirna abgeholt und nach Tiflis ausgeflogen worden. Günther kritisierte auch, dass trotz Entscheid der Härtefallkommission, sich mit der Familie befassen zu wollen, die Abschiebung nicht ausgesetzt worden ist.

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