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Ungewöhnliche Erdbeben im Vogtland

Die sächsische Erdbebenüberwachung beobachtet derzeit zwei aktive Zentren von Schwarmbeben. Die geologische Aktivität dort dauert noch an.

Zu leichten Erdbeben kommt es im Vogtland immer wieder mal.
Zu leichten Erdbeben kommt es im Vogtland immer wieder mal. © Archiv/Oliver Berg/dpa (Symbolbild)

Dresden/Oelsnitz. Dresden. Seit Mitte Dezember bebt wieder die Erde im deutsch-tschechischen Grenzgebiet der Vogtlandregion. Ungewöhnlich allerdings ist, dass jetzt ein zweiter Bebenherd aktiv geworden ist. Die Distanz zwischen beiden beträgt etwa 20 Kilometer. Das teilte das Landesumweltamt (LfULG) am Donnerstag mit.

Im tschechischen Luby fünf Kilometer östlich von Bad Brambach wurden allein am 4. Adventswochenende zehn Beben größer als 2,0 registriert, das stärkste mit 2,6. Es war bis in die Erzgebirgsorte auf deutscher Seite spürbar. Die Region Luby ist jetzt noch aktiv. Seit Ende Dezember werden nun aber auch südwestlich von Oelsnitz bei Triebel auf deutscher Seite solche Beben beobachtet.

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42 Beben am Donnerstag

Bis Donnerstagmittag waren es dort 42 Beben mit einer Magnitude bis 2,3. Derzeit ist die Stärke zwar etwas geringer, aber ein erneuter Anstieg der Intensität könne nicht ausgeschlossen werden, heißt es dazu beim LfULG. Das Gebiet bei Triebel war bislang nur von einzelnen, kleinen Erschütterungen betroffen. Es handelt sich um den ersten Erdbebenschwarm dort.

Schwarmbeben mit Stärken um die Stufe 2 treten in der Grenzregion immer wieder auf. Ausgelöst werden sie vor allem durch aufsteigende Flüssigkeiten unter der Oberfläche. Dabei kommt es in dichter zeitlicher Folge zu kleinen Erdstößen im gleichen Gebiet.

Ab einer Stärke von 2,0 sind diese Beben für Menschen deutlich spürbar. Was aber jetzt zeitgleich zwei Schwarmbeben ausgelöst hat, ist unklar und wird untersucht, ebenso wie das verstärkte Auftreten von Erdbebenschwärmen in den letzten Jahren. (SZ/sts)

© LfULG

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