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Er lässt Drostens Kopf rauchen

Tino Günther aus Seiffen hat ein Räuchermännl in Form des Virologen hergestellt. Die erste Serie war sofort vergriffen - aber Nachschub ist geplant.

Tino Günther hat dem Virologen Christian Drosten ein etwas anderes Denkmal gesetzt.
Tino Günther hat dem Virologen Christian Drosten ein etwas anderes Denkmal gesetzt. © Jürgen Lösel

Er ist der Star der Pandemie-Bekämpfung: Christian Drosten, Mitentdecker des Sars-Coronavirus, hat den Beruf des Virologen über Nacht bekannt gemacht. Seit Ausbruch der Krise ist Drosten auf allen Kanälen zu sehen. Den berühmten Institutschef von der Berliner Charité gibt es jetzt auch als Räuchermännl zu kaufen.

Tino Günther, Spielwarenmacher aus Seiffen, hat mit Mitarbeitern seiner Firma die neue Figur entworfen. „Er entspricht exakt dem Klischee des zerstreuten Herrn Professors“, sagt Günther. Die schlaksige Figur, das prägnante Gesicht und die ungeordnete Frisur seien einprägsame Merkmale.

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Clevere Idee, ernster Hintergrund

Drosten habe den Beruf des Virologen, den bisher nur Eingeweihte kannten, einem großen Publikum bekannt gemacht. Eine Figur der erzgebirgischen Volkskunst zu werden, sei eine Ehre. Günther: „Ich achte Drosten“.

Die clevere Geschäftsidee hat einen ernsten Hintergrund. Die Geschäfte der Spielwaren-Hersteller aus der Region laufen wegen des vorläufigen Verbots der Weihnachtsmärkte schlecht. Die Branche kämpft ums Überleben.

Der rauchende Mini-Drosten soll nun in Serie produziert werden.
Der rauchende Mini-Drosten soll nun in Serie produziert werden. © Jürgen Lösel

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„Wir mussten uns etwas Neues einfallen lassen“, begründet Günther, einst sächsischer Landtagsabgeordneter der FDP, seine Kreation. Die Handserie mit 15 Exemplaren war innerhalb eines Tages ausverkauft. „Wir kommen wegen der vielen Anfragen kaum noch hinterher.“

Das Drosten-Räuchermännl soll jetzt in Serie produziert werden und kann ab Januar für 80 Euro das Stück online bestellt werden. Der Professor selbst weiß bisher nichts von seinem Glück. (SZ)

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