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Pläne für erste Straßenbahn mit Wasserstoffantrieb in Görlitz laufen

Ein sächsisches Konsortium treibt die Pläne für Europas erste mit Wasserstoff betriebene Straßenbahn voran. Ab Ende 2026 soll sie durch Görlitz rollen. Das Projekt wird mit rund acht Millionen Euro gefördert.

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Passanten gehen die Berliner Straße in Görlitz entlang: Auch hier soll ab Ende 2026 Europas erste mit Wasserstoff betriebene Straßenbahn fahren.
Passanten gehen die Berliner Straße in Görlitz entlang: Auch hier soll ab Ende 2026 Europas erste mit Wasserstoff betriebene Straßenbahn fahren. © Monika Skolimowska/dpa

Chemnitz/Görlitz. In Görlitz soll ab Ende 2026 die erste mit Wasserstoff betriebene Straßenbahn Europas fahren. Wie die Technische Universität Chemnitz am Donnerstag mitteilte, wurden dafür Fördermittel von rund 8 Millionen Euro freigegeben, von denen 1,2 Millionen an die Hochschule gehen sollen. An dem Projekt sind verschiedene Unternehmen aus Sachsen beteiligt.

"Wasserstoff kann seine Vorteile in Zukunft vor allem dort ausspielen, wo große Massen über lange Strecken transportiert werden", sagte der Inhaber der Professur für Alternative Fahrzeugantriebe, Thomas von Unwerth.

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Vorteil einer mit Wasserstoff betriebenen Straßenbahn sei, dass keine Oberleitungen benötigt würden, teilte die Chemnitzer Firma Hörmann Vehicle Engineering mit. Es sei daher keine Konkurrenz zu bestehenden Straßenbahnen, sondern eine Alternative für neue Strecken.

Dadurch könnten neue Stadtteile und Stadtrandgebiete wesentlich einfacher erschlossen werden. (dpa)