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Sachsen

Schweinepest: Sachsen setzt auf Spürhunde

Spezielle Kadaversuchhunde sollen jetzt an der Tierseuche verendete Wildschweine aufspüren.

Um die Ausweitung der Schweinepest einzudämmen, sollen nun spezielle Spürhunde eingesetzt werden.
Um die Ausweitung der Schweinepest einzudämmen, sollen nun spezielle Spürhunde eingesetzt werden. © dpa/Sebastian Kahnert

Dresden. Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) setzt Sachsen in den nächsten Wochen auf spezielle Spürhunde. Die Kadaversuchhunde sollen beim Aufspüren von infizierten und toten Wildschweinen helfen, teilte das Sozialministerium am Donnerstag mit. Bei den Hunden handelt es sich um vier ausgebildete Hundegespanne aus Mecklenburg-Vorpommern, die auch in schwer zugänglichen Gebieten wie Bergbauflächen und Teichlandschaften zum Einsatz kommen sollen.

Gerade mit steigenden Temperaturen und wachsender Vegetation werde es schwieriger, Kadaver zu finden, hieß es. Kranke Wildschweine versteckten sich bevorzugt im Dickicht. Der Einsatz von einem Kadaversuchhund ersetzt den Angaben zufolge etwa zehn Fallwildsucher.

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"Wir müssen die infizierten Wildschweinkadaver möglichst schnell finden und bergen, denn je mehr verendete Tiere im Wald, auf Wiesen und Feldern liegen, umso länger kann das Virus überleben und sich ausbreiten", so Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Auch Drohnen sollen im Kampf gegen die Schweinepest verstärkt eingesetzt werden.

Weil es nur wenig speziell auf Wildschweinkadaver abgerichtete Hunde in Deutschland gibt, will Sachsen eigene Hundeteams ausbilden. Die Vorbereitungen liefen, hieß es. Dafür will das Ministerium zusammen mit dem Sachsenforst und den Jagdverbänden Ausbildungskurse für Kadaversuchhunde einrichten. Private Hundeführer mit geeigneten Hunden können sich ausbilden lassen. Das Interesse könne derzeit über den Landesjagdverband bekundet werden, so das Ministerium.

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Derzeit sind in Sachsen 131 Schweinepest-Fälle bekannt und bestätigt. ASP ist eine ansteckende Erkrankung bei Schweinen, die fast immer tödlich verläuft. Sie kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung, in der Natur entsorgte Lebensmittel sowie Futter in andere Gebiete übertragen werden. Für Menschen ist ASP ungefährlich. (dpa)

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