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Forstarbeiter im Nationalpark verunglückt

Bei Baumfällarbeiten in der Sächsischen Schweiz wird ein Arbeiter schwer verletzt. Der Rettungshubschrauber fliegt ihn aus.

Von Dirk Schulze
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Am Seil wurde der verletzte Forstarbeiter von der Unfallstelle geborgen. Danach ging es im Hubschrauber in eine Klinik.
Am Seil wurde der verletzte Forstarbeiter von der Unfallstelle geborgen. Danach ging es im Hubschrauber in eine Klinik. © Mike Jäger

Bei Baumfällungen im Nationalpark Sächsische Schweiz ist ein Forstarbeiter schwer verletzt worden. Der Arbeitsunfall passierte am Mittwochvormittag bei Arbeiten im Bereich der Affensteine bei Schmilka, wie die Nationalparkverwaltung bestätigt. Bei dem Verletzten handelt es sich um einen Mitarbeiter einer beauftragten Fachfirma.

Der 33-Jährige wurde beim Umsägen eines abgestorbenen Baumes von einem herabfallenden, etwa zehn Zentimeter dicken Ast am Kopf und der Schulter getroffen. Seine Kollegen setzten darauf einen Notruf ab. Die alarmierte Bergwacht fuhr mit Geländewagen und Quad in Richtung des Unfallorts an der Oberen Affensteinpromenade an den Zerborstenen Türmen.

Per Rettungshubschrauber wurde eine Notärztin eingeflogen und an der Winde zu dem Verunglückten abgeseilt. Nach der Erstversorgung wurde der Verletzte zunächst am Seil hängend in einer speziellen Trage ausgeflogen. Nach Zwischenlandung und Umladen auf einer nahegelegenen Wiese im Nationalpark ging es im Hubschrauber weiter in eine Klinik.

Standort an jedem Wegweiser

Der Unfall passierte bei Arbeiten entlang der Oberen Affensteinpromenade. Der Nationalpark lässt dort aktuell die vom Borkenkäfer befallenen Fichten fällen, um den unpassierbaren Weg wieder freizuschneiden. Die Rettungskette habe funktioniert, teilt die Nationalparkverwaltung mit.

Der Verletzte wurde in eine Rettungstrage gelegt.
Der Verletzte wurde in eine Rettungstrage gelegt. © Mike Jäger
Die Retter der Bergwacht war als erste am Unfallort.
Die Retter der Bergwacht war als erste am Unfallort. © Mike Jäger
An dem Wanderweg in der Sächsischen Schweiz werden abgestorbene Fichten gefällt.
An dem Wanderweg in der Sächsischen Schweiz werden abgestorbene Fichten gefällt. © Mike Jäger

Die Forstarbeiter konnten der Rettungsleitstelle dank der Beschilderung ihren genauen Standort im Wald durchgeben. Möglich ist diese über kleine gelbe Schilder mit Nummern, die sich an der Rückseite jedes Wegweisers befinden.

Die Nationalparkverwaltung warnt seit Längerem vor der Gefahr, die von den abgestorbenen Bäumen ausgeht. Sie können jederzeit umbrechen. Das Freischneiden der Wege findet deshalb möglichst mit Maschinen statt, in denen die Arbeiter geschützt sind. (mit mf)