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Kletterer im Basteigebiet tödlich verletzt

Der seit Sonnabendfrüh in der Sächsischen Schweiz vermisst gemeldete 66 Jahre alte Mann wurde am Nachmittag tot gefunden.

Die Absturzstelle des Kletterers befindet sich im Rathener Gebiet, an der Kraxelbrüderscheibe unterhalb des Basteimassivs.
Die Absturzstelle des Kletterers befindet sich im Rathener Gebiet, an der Kraxelbrüderscheibe unterhalb des Basteimassivs. © Daniel Förster

In der Sächsischen Schweiz ist ein 66 Jahre alter Mann beim Klettern abgestürzt und gestorben. Der leblose Kletterer aus dem Landkreis war am Sonnabendnachmittag im Rathener Gebiet auf einem Felsvorsprung gefunden worden. Ein Arzt konnte nur noch seinen Tod feststellen.

Weil der Mann am Freitag nicht am vereinbarten Treffpunkt erschienen war, machten sich seine Bekannten selbst auf die Suche, meldeten den Senior am Sonnabend bei der Polizei als vermisst.

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Da sie wussten, wo er klettern wollte, suchten sie ihn im Rathener Gebiet an der Kraxelbrüderscheibe. Dort fanden sie ihn leblos an einem Kletterzustieg an einem Wandfuß, auf einem schwer zugänglichen Felsband.

Die Bergwacht aus der Station Rathen - die Bergwacht aus Dresden hatte am Wochenende Dienst - und der Rettungsdienst machten sich kurz nach 14 Uhr auf den Weg zum Unglücksort. Dort konnte dem 66-Jährigen nicht mehr geholfen werden, später stellte ein Arzt nur noch den Tod des Kletterers fest.

Die Kameraden der Bergwacht unterstützten die Polizei und Kriminalpolizei bei der Beweissicherung vor Ort. Da der Mann für die Polizei in einem schwer zugänglichen Gebiet lag, wurde er zunächst mit Seiltechnik vom Wandfuß geborgen. Am Abend wurde der Leichnam mit einem Hubschrauber der Bundeswehr aus Holzdorf an einer Winde an die Elbe geflogen. Ein anderer Hubschrauber, wie der oft eingesetzte Rettungshubschrauber Christoph 62 aus Bautzen, war nicht verfügbar.

Nach 20 Uhr war der Einsatz für die Bergwacht beendet. Der tödlich Verunglückte stammt aus der Region Sächsische Schweiz.

Bergwacht muss weitere Einsätze absolvieren

Am Sonnabendabend ist ein Mädchen (3) bei Kleinhennersdorf in der Sächsischen Schweiz mehrere Meter von einem Felsen nach unten gefallen. Dabei verletzte sich das Kind schwer. Aufgrund der Art und Schwere der Verletzungen wurde sofort der Rettungshubschrauber Christoph 38 eingesetzt. Er landete am Ortsausgang Kleinhennersdorf. Nach einer Erstversorgung des Kindes wurde es in das Krankenhaus nach Dresden Friedrichstadt geflogen.

Am Sonntagmittag war die Bergwacht aus der Station Bielatal zunächst an der Schweizermühle im Bielatal im Einsatz. Dort war eine 33-jährige Kletterin aus Berlin beim Abseilen an den Herkulessäulen abgestürzt und hatte sich am Becken verletzt. Wenig später war die Bergwacht aus Rathen am Lilienstein gefordert. Ein älterer, aber fitter Mann hatte sich auf der Südseite des Tafelberges an den Rippen verletzt. Er kam schließlich mit dem Rettungshubschrauber in ein Dresdner Krankenhaus. Am späten Sonnabend war ein 65-Jähriger an der Müllerstein-Boofe im Bielatal über 15 Meter abgestürzt und hatte sich schwer verletzt. Er kam mit dem Rettungsdienst ins Pirnaer Klinikum.

Weitere Einsätze hatte die Berwacht bereits in der vergangenen Woche: Am Dienstag in der Mittagszeit wurden die Retter zum Pfaffenstein gerufen, eine Touristin hatte sich am bequemen Aufstieg auf den Pffaffenstein am Fuß verletzt. Nachdem ihre Begleiter die Verunfallte bereits zum Fuß des Berges getragen hatten, blieb für die Bergwacht nur die medizinische Versorgung und Hilfe beim Einsteigen in den Rettungswagen.

Am Mittwochmittag gab es eine Alarmierung auf den Großen Bärenstein, wo es galt, einen in einer Schlucht blockierten Wanderer zu retten. Kurz nachdem er wieder an die Sonne befördert war, ging der nächste Alarm ein. Zwei Wanderinnen hatten sich auf dem Pfaffenstein im Bereich der Brombeerescharte verirrt und wurden von der Bergwacht sicher ins Tal geleitet.

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