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Landrat begrüßt Beschlüsse zum Nationalpark

Blockierte Wege, Besucherlenkung, Verkehr - das sind die Probleme in der Sächsischen Schweiz. Laut Landrat Geisler geht es jetzt in die richtige Richtung.

Von Dirk Schulze
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Nationalparkchef Ulf Zimmermann führte Michael Kretschmer, Wolfram Günther und Armin Schuster (v.l.) auf die Bastei.
Nationalparkchef Ulf Zimmermann führte Michael Kretschmer, Wolfram Günther und Armin Schuster (v.l.) auf die Bastei. © Marko Förster

Landrat Michael Geisler (CDU) hat sich positiv zu den Entscheidungen des sächsischen Kabinetts rund um den Nationalpark Sächsische Schweiz geäußert. Die Beschlüsse seien richtungsweisend für die gesamte Region, erklärte Geisler per Pressemitteilung. Das Kabinett um Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) hatte am Dienstag auf der Bastei getagt. Geisler war als Gast bei der Sitzung dabei.

Die Staatsregierung habe sich zum Wanderwegenetz im Nationalpark nach der Konzeption von 2001 bekannt, erklärte Geisler: "Das Wegenetz wird in der vollständigen Struktur erhalten bleiben." Kritiker hatten immer wieder befürchtet, dass manche Wege infolge des Baumsterbens dauerhaft für Besucher gesperrt bleiben könnten. Der Landrat mahnte ein schnelleres Eingreifen beim Freischneiden der Wege an.

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Zudem werden der Tourismusverband Sächsische Schweiz, der Sachsenforst, die Nationalparkverwaltung und der Verband Landschaf(f)t Zukunft gemeinsam ein Gesamtkonzept zur Besucherlenkung entwickeln. Dafür gibt es Unterstützung vom Tourismusministerium. Das Ziel ist es, Besucherströme zu entzerren und die Hotspots zu entlasten.

Nationalparkverordnung wird novelliert

Akteure aus dem Landkreis sollen außerdem die Novellierung der Nationalparkverordnung begleiten. Das passiert in einer Entwicklungskommission sowie in neuen Regionalforen. Geisler fordert seit einiger Zeit, dass die inzwischen 30 Jahre alten Bestimmungen zum Nationalpark auf den Prüfstand müssten. Ähnlich äußerte sich auf der Bastei Umweltminister Günther, wenngleich die Zielstellungen sich unterscheiden dürften.

Zur strittigen Situation der Baude auf dem Großen Winterberg und dem Alten Zeughaus erklärt der Landkreis, dass der Freistaat hier bis zum Jahresende 2022 baufachliche Gutachten vorlegen wolle. Damit werde der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) beauftragt. Ministerpräsident Kretschmer hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass der Freistaat die Winterbergbaude sanieren will.

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