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Sächsische Schweiz: Junior-Ranger pflanzen Bäume

Auf einer Borkenkäferfläche bei Hohnstein haben Schüler aus Lohmen junge Bäume gepflanzt. Praktisches Lernen wird dabei mit Naturschutz verknüpft.

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Junior-Ranger aus Lohmen pflanzten gemeinsam mit Frank Kowalzik (li.) von der Nationalparkwacht und Revierleiter Frank Wagner (re.) 50 Vogelkirschen.
Junior-Ranger aus Lohmen pflanzten gemeinsam mit Frank Kowalzik (li.) von der Nationalparkwacht und Revierleiter Frank Wagner (re.) 50 Vogelkirschen. © Nationalpark

Auf einer ehemaligen Borkenkäferfläche im Revier Hohnstein haben die Junior-Ranger der Gemeinde Lohmen gemeinsam mit der Nationalparkwacht junge Bäume gepflanzt. Außerhalb des Nationalparks, am Kohlichtweg im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz wurden dabei 50 Vogelkirschen gesetzt, wie die Nationalparkverwaltung mitteilt. Sie sollen der Waldrandgestaltung des in den vergangenen Jahren dem Borkenkäfer zum Opfer gefallenen Fichtenforsts dienen.

Die Grundschulkinder lernten dabei interessantes über die gewählte Baumart und den Zweck von Baumpflanzungen in dafür geeigneten Gebieten. Mit Spaß, Tatendrang und Neugier hätten die Junior-Ranger unter Anleitung von Revierleiter Frank Wagner das Lernen mit dem praktischen Naturschutz verbunden, heißt es.

Das Nationalparkrevier Hohnstein soll als eines von 13 Beispielrevieren von Sachsenforst eine Vorbildfunktion bei der Umsetzung einer integrativen, naturnahen Waldbewirtschaftung übernehmen. Mit den Baumpflanzungen trage man zum Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft bei.

Junior-Ranger entdecken die Natur

Junior-Ranger sind Freizeitgruppen von Schülerinnen und Schülern der Nationalparkregion, die sich meist wöchentlich für Naturerfahrung und Umweltbildung treffen. Unter Anleitung von Mitarbeitenden der Nationalparkverwaltung entdecken sie Abläufe in der Natur sowie Besonderheiten der Region und üben sich in praktischem Naturschutz, beispielsweise durch Müllsammel- oder Pflanzaktionen.

Die Nationalparkregion Sächsische Schweiz besteht aus dem Nationalpark mit seinen zwei räumlich getrennten Teilen und dem daran angrenzenden Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz, das etwa drei Viertel der insgesamt 380 Quadratkilometer umfasst. Die Nationalparkverwaltung ist für beide Gebiete und deren unterschiedliche Schutzkonzepte gleichermaßen zuständig.

Während in Nationalparks unter dem Motto "Natur Natur sein lassen" im überwiegenden Teil der Flächen auf Eingriffe, die nicht dem Schutz von Mensch und Eigentum dienen, verzichtet wird, verfolgen die in der Regel weiträumigeren Landschaftsschutzgebiete den Erhalt gebietstypischer Landschaften mittels angemessener Bewirtschaftung. (SZ)