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Verfolgungsjagd mit der Polizei endet mit Unfall

Eine Polizeistreife aus Sachsen-Anhalt verfolgt einen Autofahrer bis hinter die sächsische Grenze. Dort kommt es zum Unfall.

Von Erik-Holm Langhof
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Eine Polizeistreife aus Sachsen-Anhalt verfolgt einen 33-jährigen Volvo-Fahrer bis nach Sachsen. Dort kommt dieser von der Straße ab und baut einen Unfall. Die Beamten finden bei ihm eine Waffe. (Symbolfoto)
Eine Polizeistreife aus Sachsen-Anhalt verfolgt einen 33-jährigen Volvo-Fahrer bis nach Sachsen. Dort kommt dieser von der Straße ab und baut einen Unfall. Die Beamten finden bei ihm eine Waffe. (Symbolfoto) © Archiv/Marko Förster

Wittenberg/Dommitzsch. Am Dienstagabend flüchtete ein 33-jähriger Autofahrer aus Sachsen-Anhalt mit seinem Volvo vor der Polizei nach Sachsen. Doch weit kommt er nicht, kurz in der Landesgrenze kracht es.

Wie ein Sprecher der Polizeidirektion Leipzig mitteilt, war der 33-jährige Flüchtige aus der Lutherstadt Wittenberg in Richtung Torgau mit überhöhter Geschwindigkeit auf der B182 unterwegs. "In der Ortslage Proschwitz bei Dommitzsch kam der Pkw in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab, stieß gegen einen Grundstückszaun und blieb letztendlich auf einem Feld stehen", teilt der Sprecher weiter mit.

In dem Fahrzeug saßen demnach neben dem Fahrer eine 23-jährige Frau sowie ein einjähriges Mädchen und zweijähriger Junge. Alle Insassen blieben dem Sprecher zufolge unverletzt. Nach Schätzungen der Beamten entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von etwa 6.100 Euro.

Sächsische Polizei nimmt Anzeigen gegen Fahrer auf

Da die sächsische Landesgrenze bereits überquert wurde, informierten die Polizeibeamten aus Sachsen-Anhalt die Verkehrspolizeiinspektion der Polizeidirektion Leipzig in Sachsen. Diese nahm den Unfall schließlich auf.

"Dabei stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Weiterhin fanden die Beamten im Fahrzeug eine Schreckschusswaffe, für die der 33-Jährige keine Erlaubnis besaß", so der Polizeisprecher. Die Pistole sei sichergestellt worden.

Nun ermitteln die sächsischen Beamten gegen den Autofahrer wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Er wurde zeitweise festgenommen.

Die Bundesstraße 182 zwischen der Ortschaft Proschwitz und der Landesgrenze Sachsen/Sachsen-Anhalt blieb nach Polizeiangaben für mehrere Stunden gesperrt. Der Verkehr musste umgeleitet werden. Erst am späten Abend konnte sie wieder für den Verkehr freigegeben werden.