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Gemäldegalerie Alte Meister öffnet feierlich

Beim Festakt zur Wiedereröffnung der der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden gab es ein zentrales Thema. Anwesend war auch Wolfgang Schäuble.

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Michael Kretschmer (CDU, 3.v.l.), seine Lebensgefährtin Annett Hofmann (2.v.l.), Mark Rutte (4.v.l.), Ministerpräsident der Niederlande, und Taco Dibbits (l.), Direktor des Rijksmuseum Amsterdam, Wolfgang Schäuble (3.v.r.), seine Frau Ingeborg Schäuble (2
Michael Kretschmer (CDU, 3.v.l.), seine Lebensgefährtin Annett Hofmann (2.v.l.), Mark Rutte (4.v.l.), Ministerpräsident der Niederlande, und Taco Dibbits (l.), Direktor des Rijksmuseum Amsterdam, Wolfgang Schäuble (3.v.r.), seine Frau Ingeborg Schäuble (2 © dpa

Dresden. Dresden hat seine Alten Meister wieder: Mit einem Festakt ist am Freitagabend die Gemäldegalerie feierlich wiedereröffnet worden. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble erinnerte als Festredner an die Bedeutung der Kunst für den europäischen Gedanken. Museen seien eine europäische Erfindung, man habe sie die "Quintessenz Europas" genannt. In Dresden stehe man einem europäischen Kulturerbe gegenüber. Hier sei ein Ort der Begegnung mit dem, was europäische Kulturen miteinander verbindet, "ein Ort, an dem man ein Stück weit ein Europäer werden kann, hier in Dresden, mitten in Europa".

Marion Ackermann, Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), hatte die Gäste des Festaktes im Schauspielhaus begrüßt. Sie erinnerte daran, dass in Zeiten einer zunehmenden Polarisierung in der Gesellschaft lange ein großes Banner die Sempergalerie zierte, ein Banner mit der Aufschrift: "Ein Haus voller Ausländer, der Stolz des Freistaates": "Es wurde abgehängt, weil wir dachten, die Zeiten würden besser." Aber es scheine gerade nötiger denn je daran zu erinnern, dass diese Sammlungen ein Spiegelbild verdichteter europäischer Kultur darstellen und einen historisch gewachsenen Zusammenhang besitzen.

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Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages, spricht beim Festakt im Schauspielhaus.
Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages, spricht beim Festakt im Schauspielhaus. © dpa/Robert Michael
Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande.
Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande. © dpa-Zentralbild
Michael Kretschmer (CDU, M.), Ministerpräsident von Sachsen, seine Lebensgefährtin Annett Hofmann (l) und Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande, sitzen beim Festakt in der ersten Reihe. 
Michael Kretschmer (CDU, M.), Ministerpräsident von Sachsen, seine Lebensgefährtin Annett Hofmann (l) und Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande, sitzen beim Festakt in der ersten Reihe.  © dpa

"Warum wir die Alten Meister eigentlich so lieben und weswegen wir diese Kunst so unmittelbar für unser Leben brauchen? Es ist eine Choreographie der großen existenziellen Themen der Menschheit, alles ist darin enthalten: die Liebe und die Schönheit, die Gewalt der Natur, die Weltenschlachten und die Sintflut, der Abgrund und der Alptraum, die Stille im Tod und die Ode an das Leben", sagte Ackermann.

"Kunst und Kultur sind ein einigendes Band", sagte Schäuble. "Hier liegen die gemeinsamen Wurzeln unserer vielfältigen europäischen Kulturen." Allerdings habe die gemeinsame Kultur die Europäer über Jahrhunderte nicht abgehalten, sich gegenseitig zu bekriegen. Deshalb sei die Gründung der Europäischen Union trotz aller Defizite und mehr oder weniger berechtigter Kritik ein entscheidender Schritt. Damit habe man sich eine Institution geschaffen, die eine zivilisierte, friedliche Austragung von Konflikten ermöglicht und einen politischen Ausgleich für die Interessen der Staaten.

Michael Kretschmer, Annett Hofmann, Mark Rutte (r) und Taco Dibbits (2.v.r.), Direktor des Rijksmuseum Amsterdam, laufen während eines Rundgangs zur Wiedereröffnung der Gemäldegalerie "Alte Meister" und der Skulpturensammlung nach mehrjähriger Generalsanierung durch die Ausstellung. 
Michael Kretschmer, Annett Hofmann, Mark Rutte (r) und Taco Dibbits (2.v.r.), Direktor des Rijksmuseum Amsterdam, laufen während eines Rundgangs zur Wiedereröffnung der Gemäldegalerie "Alte Meister" und der Skulpturensammlung nach mehrjähriger Generalsanierung durch die Ausstellung.  © dpa
Kretschmer und Rutte vor dem Rembrandt-Werk «Rembrandt und Saskia im Gleichnis vom verlorenen Sohn». 
Kretschmer und Rutte vor dem Rembrandt-Werk «Rembrandt und Saskia im Gleichnis vom verlorenen Sohn».  © dpa
© dpa
Künstler Holger John war auch da.
Künstler Holger John war auch da. © dpa

Unmittelbar vor Schäuble hatte der niederländische Regierungschef Mark Rutte das Wort ergriffen. In der Gemäldegalerie befinden sich viele bedeutende Werke holländischer Maler. Rutte stellte ein Zitat des Humoristen Karl Valentin an den Anfang: "Kunst ist schön, aber macht nur Arbeit." Der sächsische Kurfürst August der Starke und sein Sohn hätten mit ihrer Arbeit einen beachtlichen Beitrag zum Entstehen einer gemeinsamen europäischen Kultur geleistet, zum Austausch von Ideen und zum Gefühl der Verbundenheit zwischen Deutschland und den Niederlanden: "Das freundschaftliche Verhältnis zwischen Deutschland und den Niederlanden ist ohne kulturellen Austausch nur schwer denkbar", sagte der Ministerpräsident.

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