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Schnelles Netz fürs Kirnitzschtal

Ein Dutzend Häuser im Tal sind von der Breitbandversorgung noch abgeschnitten. Das soll sich aber bald ändern.

Von Dirk Schulze
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© © Symbolfoto: dpa

Offiziell gilt der Breitbandausbau in Bad Schandau als abgeschlossen. Rund 1 100 Haushalte können seit Herbst auf eine schnellere Internetverbindung zugreifen, auch wenn es hier und da wohl noch bei der Freischaltung durch die Anbieter hakte (SZ berichtete). Ein weißer Fleck blieb jedoch im Kirnitzschtal. Dort liegt das Kabel bis etwa in Höhe das Campingplatzes Ostrauer Mühle, ein gutes Dutzend talaufwärts liegender Grundstücke konnte bisher noch nicht angeschlossen werden.

Das soll nun passieren. Die Schwierigkeit: Sechs der Anschlüsse liegen auf Bad Schandauer Gebiet, die übrigen sieben gehören jedoch schon zur Sebnitzer Gemarkung. Leitungstechnisch werden die Anschlüsse aber alle von Bad Schandau aus erschlossen und sind auch über eine Bad Schandauer Vorwahl zu erreichen. Lange Zeit habe kein Anbieter ein derart kleines Gebiet ausbauen wollen, mittlerweile hat die Telekom sich aber bereit erklärt.

Um den Ausbau anzuschieben, haben die beiden Städte Sebnitz und Bad Schandau kürzlich eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Die ist nötig, um die nötigen Fördermittel zu bekommen. Da Bad Schandau im laufenden Jahr ohne genehmigten Haushalt wirtschaftet, muss die Beantragung der Fördermittel über die Stadt Sebnitz laufen. Die Kosten für den Ausbau werden auf 200 000 Euro geschätzt. Die Förderung liegt bei 100 Prozent.

Dafür können die Bewohner der 13 Häuser dann auf besonders schnelle Verbindungen zugreifen, denn das Glasfaserkabel wird, anders als im übrigen Gemeindegebiet, bis direkt ans Gebäude verlegt. Die Voraussetzung ist, dass die Bewohner einen entsprechenden Anschluss bei ihrem Anbieter beantragen und bezahlen.