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Geldregen für Sanierung in Sebnitz

Mit neuen Fördermitteln ist der Weg frei für mehrere Bauprojekte in Sebnitz. Das Museum und die älteste Turnhalle der Stadt stehen auf der Liste.

Jahnturnhalle Sebnitz: Die älteste Sporthalle der Stadt ist derzeit wegen Brandschutzauflagen gesperrt.
Jahnturnhalle Sebnitz: Die älteste Sporthalle der Stadt ist derzeit wegen Brandschutzauflagen gesperrt. © Daniel Schäfer

Die Zukunft der Jahnturnhalle in Sebnitz war bis vor wenigen Wochen noch ungewiss. Der Stadtrat müsse sich grundsätzlich entscheiden, was mit der Halle passieren soll, ob sie noch gebraucht werde oder nicht, hatte Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU) auf eine Anfrage von Rainer Böhme (Die Linke) hin erklärt.

Nun ist zumindest klar: Das Geld für eine Sanierung der ältesten Sporthalle der Stadt wäre vorhanden. Ein Fördermittelbescheid in Millionenhöhe ging vor wenigen Tagen im Sebnitzer Rathaus ein. Es geht um die Erweiterung des Stadtumbaugebiets. Sebnitz hatte die Aufstockung der Mittel Anfang 2020 beantragt. Jetzt kam die Zusage.

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Insgesamt 1,7 Millionen Euro stehen bis 2025 aus diesem Programm zur  Städtebauförderung bereit. Zwei Drittel der Summe kommen von Bund und Land, ein Drittel (567.000 Euro) muss die Stadt selbst aufbringen. Mit dem Geld sollen mehrere öffentliche Gebäude saniert werden. Aber auch private Eigentümer haben die Chance, einen Zuschuss zu erhalten, wenn sich ihr Haus in dem jetzt nochmals erweiterten Bereich in der Innenstadt befindet. 

Als größtes Einzelprojekt gilt die Sanierung der Städtischen Sammlungen bestehend aus Museum und Afrikahaus. Die Stadtumbaumittel sind hierfür fest eingeplant. Sie machen in etwa die Hälfte des 2 Millionen Euro schweren Großprojekts aus. Eine weitere mittlere sechsstellige Summe für den Museumsumbau ist bislang noch nicht sicher abgedeckt. Sebnitz versucht dafür verschiedene Fördertöpfe anzuzapfen, unter anderem bei der Sparkassenstiftung. Mit dem jetzt eingegangenen Förderbescheid aus dem Stadtumbauprogramm kann die Sanierung aber wie zuletzt angekündigt im März 2021 starten. 

Sporthalle am Gymnasium braucht neuen Boden

Als weitere Vorhaben stehen unter anderem die Sanierung der Turnhalle am Goethe-Gymnasium sowie die ebenfalls für den Schulsport genutzte Stadthalle auf der Liste. Beide Halle stammen aus den 1990er-Jahren und weisen mittlerweile einige Verschleißerscheinungen auf. An der Gymnasiums-Turnhalle musste erst kürzlich eine undichte Stelle im Dachbereich repariert werden, zudem gilt der Hallenboden als überholungsbedürftig.

Sporthalle des Goethe-Gymnasiums in Sebnitz: Zuletzt war das Dach undicht.
Sporthalle des Goethe-Gymnasiums in Sebnitz: Zuletzt war das Dach undicht. © Daniel Schäfer

Außerdem will die Stadt im Sängerhof an der Schandauer Straße die Fläche vor der Bibliothek sowie den Zugang zum Jugendklub und dem Sängerheim mit Hilfe der Fördermittel neu gestalten. Hinzu kommen die Instandsetzung des Parkdecks am Rathaus sowie der Kirchstufen.

Aus einem speziellen Grund wurde das Stadtumbaugebiet auch im Bereich der Tannertstraße erweitert. Am dortigen Friedhof kann jetzt auch die Sanierung der Friedhofsmauer sowie der Trauerhalle mit Fördermitteln unterstützt werden. Beides Vorhaben der evangelischen Kirchgemeinde.     

Bei der eingangs erwähnten Jahnturnhalle stehen unter anderem die Überarbeitung des Sportbodens, neue Elektrik und Beleuchtung sowie eine neue Heizungsanlage auf dem Plan. Diese und andere Modernisierungen müssten erledigt werden, damit die Halle überhaupt wieder bespielt werden darf. Derzeit ist sie aus Brandschutzgründen gesperrt. Die Schüler der Grundschule Rosenstraße, die sonst hier turnten, müssen zum Sportunterricht in die Halle am Gymnasium laufen. 

Die Entscheidung, ob die Jahnturnhalle tatsächlich saniert wird oder ob das Geld eventuell woanders hinfließen soll, trifft der Stadtrat. Mit den Sporthallen an der Oberschule, am Gymnasium, der Stadthalle und zusätzlich dem Sportzentrum Solivital stehen im Stadtgebiet mehrere Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Räte werden darüber in einer Klausurtagung im Januar diskutieren.  

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