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Bautzen

Sorbische Schilder für den Saurierpark?

Per QR-Code sollen künftig sorbische Übersetzungen der Schilder im Saurierpark Kleinwelka abrufbar sein. Einigen Sorben geht das nicht weit genug.

Um die Schilder im Saurierpark Kleinwelka gibt es Diskussionen. © Wolfgang Wittchen

Bautzen. Wie groß ein Quastenflosser ist, wovon er sich ernährt und was genau es mit dem Diplovertebron auf sich hat – das sollen Besucher des Saurierparks in Zukunft auch auf Sorbisch nachlesen können. „Es ist wichtig, den Besuchern des Saurierparks zu zeigen: Diese Gegend ist zweisprachig, hier leben Sorben“, sagt dazu die CDU-Stadträtin und Sprecherin des Arbeitskreises für sorbische Angelegenheiten Susanne Hose. Am Mittwoch traf sich der Arbeitskreis mit Volker Bartko und Diana Liebsch von der Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen (BBB). „Der Saurierpark ist ein Touristenmagnet, da wollen sich auch die Sorben wiederfinden“, erklärt Susanne Hose.

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In den kommenden Wochen sollen deshalb die Schilder im Saurierpark ins Sorbische übersetzt werden. Auf den ersten Blick auffallen wird die Aktion den meisten Besuchern aber wohl nicht: Die Übersetzungen sollen per QR-Code abrufbar sein. Mitte der Saison will die BBB die Aufkleber an den Schildern anbringen. Auch tschechische, englische und polnische Übersetzungen sollen darüber abrufbar sein. Am Eingangsbereich des Parks sollen zudem in Zukunft Informationszettel in diesen Sprachen ausliegen.

Logo bleibt wie es ist

Einigen Mitgliedern des Arbeitskreises für sorbische Angelegenheiten geht das nicht weit genug. „Ein normaler Sorbe versteht Deutsch“, merkt beispielsweise Jan Budar, Direktor der Stiftung für das sorbische Volk, kritisch an. „Es geht doch vielmehr um das Image. Die Übersetzung muss aktiv angeboten werden“, sagt er.

Auch über eine andere Sache sind sich der Arbeitskreis für sorbische Angelegenheiten und die BBB noch nicht ganz einig. Die Mitglieder des Arbeitskreises wünschen sich, dass der Begriff „Saurierpark“, also das Logo, mit einer sorbischen Übersetzung versehen wird. Sie stellen sich das ähnlich vor wie die Übersetzung des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters. BBB-Geschäftsführer Volker Bartko und -Sprecherin Diana Liebsch berufen sich hingegen auf die Marke des Parks. „Die Wort-Bild-Marke ist ausgefeilt“, argumentiert Volker Bartko. (SZ/the)