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Weißwasser

Füchse können Crimmitschauer Lauf nicht stoppen

Aber sie sind am Dienstagabend nah dran. Neuverpflichtung Andrew Clark gibt dabei sein Debüt.

Andrew Clark (rechts) gab am Dienstagabend sein Debüt für die Lausitzer Füchse. Gegen die Eispiraten Crimmitschau (links Patrick Pohl) musste er im Sachsenderby eine Niederlage einstecken.
Andrew Clark (rechts) gab am Dienstagabend sein Debüt für die Lausitzer Füchse. Gegen die Eispiraten Crimmitschau (links Patrick Pohl) musste er im Sachsenderby eine Niederlage einstecken. © Thomas Heide

Weißwasser. Das Duell Ost- gegen West-Sachsen am Dienstagabend ging an die Gäste aus Crimmitschau. Die Lausitzer Füchse konnten den aktuell starken Lauf der Eispiraten nicht stoppen, die mit dem 3:4 (1:1, 2:2, 0:1) ihren fünften Sieg in Serie feierten – die sie am 15. Januar mit einem 3:2-Sieg gegen Weißwasser im Sahnpark starteten. So eng, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war es am Ende auch. Letztlich war es das Schussglück im letzten Drittel, das die Crimmitschauer einmal hatten und den Gastgebern fehlte, welches das Spiel entschied.

Die Füchse schienen sich von der 6:1-Niederlage am Sonntag in Frankfurt gut erholt zu haben. Von zwei sehenswert aufspielenden Teams waren sie im ersten Abschnitt das noch etwas bessere und verlangten der zuletzt so starken Crimmtischauer Abwehr ganze Arbeit ab. Dabei musste Weißwasser einem frühen und äußerst, um es für Goalie Mac Carruth schonend zu sagen, unglücklichen Rückstand hinterherlaufen. Der Hüter der Füchse ging weit raus, um einen tief gespielten Puck abzufangen, zögerte aber erst etwas und spielte dann von der Bandenrundung einen Pass nach vorn. Dort wartete aber Petr Pohl, der direkt Richtung leeres Tor schoss und zur Führung für die Eispiraten traf.

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Doch dauerte es nur Sekunden, bis die dritte Reihe den Bock wieder ausbügelte. Stephane Döring, der früh störte, wischte die Scheibe zu Ludwig Nirschl, der sofort mit der Rückhand abzog und das 1:1 erzielte. Die junge Reihe bekam viel Eiszeit, nicht zuletzt, weil die Füchse nur mit kleinem Kader antraten, und wusste zu überzeugen – gerade mit ihrer Physis gegen das im Durchschnitt etwas ältere Team aus Crimmitschau. Damit war Weißwasser kaum ausrechenbar. Kale Kerbashian und Rylan Schwartz setzten in der zweiten Reihe ebenso Akzente wie die nominelle Paradereihe, in der Neuzugang Andrew Clark sein Debüt feierte. Eine ganz starke Aktion von Bennet Roßmy, der sich über links durchsetzte und den Kanadier auf rechts bediente, öffnete dem Neuen kurz vor Ende des ersten Drittels die große Chance zum Premierentor. Aber er brauchte für seinen Schuss aufs kurze Eck einen Moment zu lange, und Michael Bitzer, der Goalie der Gäste, war zur Stelle.

Puck im Tor: Pfiff zieht Unmut nach sich

Es blieb ein sehenswertes Spiel auf hohem Niveau. Das konnten aus Sicht der Füchse die Schiedsrichter in der 24. Minute nicht halten, als sie Nirschl zurückpfiffen, der frei durch war und nach dem Pfiff sogar ins Tor traf. Es sollte eine Bankstrafe gegen die Eispiraten geben, aber die klare Torchance hätten die Referees abwarten müssen, beschwerte sich nicht nur Füchse-Coach Corey Neilson heftig. Die fällige Überzahl brachte Weißwasser nichts ein, dafür lief man mit deren Ablauf in einen Konter, den Daniel Weiß zum 1:2 abschloss, Vorlagengeber Timo Gams war soeben von der Bank gekommen.

Die Füchse fanden die passende Antwort fünf Minuten später. Ausgangspunkt war eine Klärungsaktion von Clark mit viel Übersicht, am Ende fand Bras Ross den jungen Luis Rentsch mit einem Superpass, und die Scheibe zappelte im Netz.

Für die erste Führung an diesem Abend packten die Gastgeber gleich noch einen schönen Spielzug aus. Dieses Mal lief die Scheibe in Überzahl über Clark zu Tomas Andres, der sah den vor dem Tor lauernden Kerbashian, und der beste Scorer der Lausitzer fand die Lücke zum 3:2.

In einer ganz ähnlichen Situation auf der Gegenseite zeigte Mac Carruth all seine Klasse und machte eine Riesengelegenheit der Eispiraten zum Ausgleich zunichte. Der gelang den zuletzt so siegverwöhnten Westsachsen dann aber doch noch, Mathieu Lemay traf mit Hilfe des Innenpfostens, Carruth war chancenlos.

Die Defensive der Eispiraten bekam die Weißwasseraner zunehmend besser in den Griff. Gerade auf Kerbashian als Zielspieler hatten sie sich eingestellt und machten ihm die Räume eng, sodass es den Füchsen an durchschlagenden Ideen fehlte. Stattdessen fanden die Gäste noch einmal die Lücke, als die erste Reihe der Füchse im Abwehrspiel zu nachlässig agierte. Das 3:4 durch Scott Timmins neun Minuten vor Schluss sollte der spielentscheidende Treffer werden.

Weißwasser hatte noch eine Überzahlgelegenheit, später mehr als zwei Minuten einen zusätzlichen Feldspieler auf dem Eis, aber trotz energischen Anlaufens und vieler gut gemeinter Pässe im gegnerischen Drittel fehlten die ganz großen Chancen. Crimmitschau stand kompakt und sicherte sich die drei Punkte. So ist es, wenn man einen Lauf hat. Anders die Füchse, die auf Platz elf verharren. Sie fahren am Freitag zum nächsten Derby nach Dresden.

Mitarbeit: Thomas Wagner

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