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Fußball-Oberliga: Bischofswerda souverän, Bautzen beendet Negativserie, Freital verliert

In der fünften Liga bleibt Bischofswerda unbesiegt, und Bautzen stoppt die Talfahrt. Freital muss sich einem überlegenen Gegner geschlagen geben.

Von Jürgen Schwarz
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Bischofswerdas Jonas Krautschick (l.) im Laufduell mit Marienbergs Jonathan Müller.
Bischofswerdas Jonas Krautschick (l.) im Laufduell mit Marienbergs Jonathan Müller. © Rocci Klein

Bischofswerda/Grimma/Magdeburg. Am 11. Spieltag der Fußball-Oberliga Süd haben sich die Spitzenteams keine Blöße gegeben. Tabellenführer VFC Plauen behielt im Heimspiel gegen Ludwigsfelde mit 3:0 die Oberhand und hat nun 28 Zähler auf dem Konto. Zwei Punkte dahinter rangiert der 1. FC Magdeburg II, der gegen den SC Freital mit 2:1 gewann. Der Bischofswerdaer FV, drei Zähler hinter der FCM-Zweitliga-Reserve lauernd, ist nach dem 4:0-Heimerfolg über Motor Marienberg weiter ungeschlagen.

Am Freitag hatten sich die BFV-Verantwortlichen entschieden, auf den städtischen Kunstrasenplatz auszuweichen. „Organisatorisch aufgrund der Kürze der Zeit eine Herausforderung, die der Verein hervorragend gelöst hat“, sagte BFV-Trainer Frank Rietschel, dessen Schützlinge keine Anpassungsschwierigkeiten hatten. „Wir konnten zwar nicht mehr auf dem Kunstrasen trainieren, aber ich wusste, dass der Untergrund für meine spielstarke Mannschaft kein Nachteil ist.“

Es dauerte nur 120 Sekunden, da jubelten die Schiebocker. Eduard Hofmann sorgte für einen Blitzstart der Gastgeber, die anschließend nichts anbrennen ließen. „Es war sicher keine Gala, aber wir haben diese 90 Minuten seriös absolviert“, befand der BFV-Trainer. Rajk Lisinski überwand Motor-Keeper Toni Wolf mit einem Freistoß (22.).

Nach der Pause machten die Hausherren sprichwörtlich den Sack zu. Der junge Can-Deniz Tanriver erhöhte mit einem sehenswerten Kopfball auf 3:0 (61.), ehe der eingewechselte Tim Hoffmann in der 89. Minute für den Endstand verantwortlich zeichnete. Den Gästen blieb ein Ehrentreffer versagt, auch weil BFV-Kapitän Johan Weiß einmal auf der Torlinie klärte.

Budissa-Coach zufrieden mit der zweiten Hälfte

Einen eminent wichtigen Dreier bejubelte Budissa Bautzen im Grimmaer Husarensportpark. Dabei führten die Platzbesitzer bis zur 80. Minute durch ein Tor von Trainersohn Toni Ziffert (37.), ehe Julian Gerhardi der Ausgleich gelang. In der Nachspielzeit war es schließlich der spät eingewechselte Tom Hentschel, der das Siegtor markierte (90.+2).

„In der ersten Halbzeit hat man beiden Mannschaften angemerkt, dass sie sich aktuell nicht gerade in einer leichten Phase befinden“, sagte Budissas Trainer Stefan Richter, dessen Schützlinge Ende August zum letzten Mal gewonnen hatten. „Ärgerlich, dass wir durch einen Standard in Rückstand geraten sind, aber was meine Jungs nach dem Wechsel geboten haben, war richtig gut.“

Budissa baute in der zweiten Halbzeit viel Druck auf, traf die Torumrahmung und scheiterte mehrfach an Grimmas Torhüter Torsten Jentzsch. Richter bescheinigte seinem Team „Chancen für mindestens zwei Spiele“. Bemerkenswert, dass die Spreestädter unbeeindruckt auf dem Gaspedal blieben, obwohl ihnen die Zeit davonlief. „Klar, fällt das Siegtor in letzter Minute, ist das immer etwas glücklich. Aber der Dreier war hochverdient. Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

Am Samstag erwartet Budissa Wernigerode, das gegen den amtierenden Vizemeister Krieschow das 2:2 in der sechsten Nachspielminute kassierte. Die Bischofswerdaer gastieren am Sonntag beim VfL Halle, der in Sandersdorf 0:1 unterlag.

Freital muss Magdeburger Klasse anerkennen

Mit 1:2 hat unterdessen der SC Freital beim Staffelzweiten 1. FC Magdeburg II verloren - eine Niederlage, die der Gastverein wohl einfach akzeptieren musste. Felix Vogler (20.) und Leon Heynke (71.) trafen für die überlegenen Bördestädter. Eric Ranninger hatte zwischenzeitlich per Foulelfmeter ausgeglichen (26.). Zuvor war Sandro Schulze von FCM-Keeper Robert Kampa im Strafraum zu Fall gebracht worden.

„Die Magdeburger hatten bislang die mit Abstand beste Spielanlage aller von uns bisher bespielter Mannschaften. Der Sieg ging absolut in Ordnung“, sagte Ranninger und erkannte die Leistung des Tabellenzweiten an. „Wir haben es nicht geschafft, ernsthaft für Entlastung zu sorgen, müssen uns aber nicht verrückt machen, denn die Anschlusskader einer Zweitliga-Truppe arbeiten tagtäglich unter professionellen Bedingungen.“

Die Magdeburger machten vor allem in der zweiten Halbzeit enormen Druck, aber der Freitaler Torhüter Markus Scholz demonstrierte mehrfach seine Klasse. In der Schlussminute wagte sich der Ex-Dynamo bei einem Eckball der Gäste sogar mit in den FCM-Strafraum, aber es blieb bei der sechsten Saison-Niederlage für die Freitaler Auswahl. „Wir hatten mit drei Siegen eine gute Serie und wollen nächste Woche die nächste starten“, sagte Ranninger und blickte auf das Gastspiel am Samstag bei Motor Marienberg voraus.