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EM in Deutschland: Zehntausende feiern EM-Fanfest in München

Pavlovic verpasst Heimturnier - BVB-Profi Can nachnominiert, Deutschland gegen Ungarn im pinkfarbenen Auswärtstrikot - unser Newsblog zur Fußball-Europameisterschaft in Deutschland.

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Zehntausende kamen am Mittwoch zum EM-Fanfest auf die Theresienwiese nach München um Nelly Furtado und Ed Sheeran zu sehen.
Zehntausende kamen am Mittwoch zum EM-Fanfest auf die Theresienwiese nach München um Nelly Furtado und Ed Sheeran zu sehen. © dpa

Fußball EM in Deutschland: Das Wichtigste in Kürze:

20.40 Uhr: Zehntausende feiern EM-Fanfest in München

Zwei Tage vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft haben die Fans in München sich schon mal in Feierstimmung gebracht. Zehntausende kamen am Mittwoch zum EM-Fanfest auf die Theresienwiese. Rund 60. 000 Menschen wurden nach Veranstalterangaben erwartet. "Habt Ihr eine Ahnung, wie schön Ihr seid", rief Sänger Mark Forster den Zuschauern von der Bühne aus zu und stimmte sie ein auf einen "großartigen Sommer". Nach ihm sollten noch Nelly Furtado und Ed Sheeran auftreten. Die Polizei meldete bis zum Abend keinerlei Vorfälle, es seien zwar "viele Leute da", es sei aber "sehr sehr ruhig".

90.000 Zuschauer waren ursprünglich zu dem Fest erwartet worden, doch dann wurden diese Erwartungen deutlich - um 30.000 Menschen - heruntergeschraubt. "90.000 waren der erste Planstand, das Gelände wurde in der Zwischenzeit angepasst", sagte ein Sprecher der FKP Scorpio Konzertproduktionen kurz vor dem Fanfest. Diejenigen, die sich bereits vor dem Start des großen Turniers in Trikots oder andere Fanoutfits geworfen oder sich Deutschlandflaggen ins Gesicht gemalt hatten, blieben zunächst noch deutlich in der Unterzahl.

18.45 Uhr: Leipzig-Profi Orban: Spezielles Spiel gegen Deutschland

Für Ungarns Abwehrspieler Willi Orban von Fußball-Bundesligist RB Leipzig ist das EM-Spiel gegen Deutschland immer noch etwas Besonderes. "Ich bin in Deutschland geboren, spiele in der deutschen Bundesliga viele Jahre, deshalb ist es schon ein spezielles Spiel", sagte der 31-Jährige im Sky-Interview vor dem zweiten Vorrundenspiel gegen das Gastgeber-Team kommenden Mittwoch in Stuttgart.

Orban räumte aber auch ein: "Mittlerweile haben wir so oft gegeneinander gespielt, dadurch ist es nicht mehr ganz so besonders." Der Fokus liege jetzt erst mal auf dem ersten Spiel gegen die Schweiz am Samstag in Köln - "aber natürlich freue ich mich persönlich sehr auf das Spiel gegen Deutschland und das Turnier dort".

Der Bundesliga-Profi und seine Kollegen gaben am Mittwochabend in Weiler-Simmerberg im Westallgäu ein öffentliches Training vor 600 zugelassenen Zuschauern. "Wenn du dir den Kader von der Schweiz ansiehst, hast du auch fast nur Bundesliga-Spieler, Premier League-Spieler, italienische Jungs, die in der Serie A spielen … natürlich hast du Respekt vor diesen Gegnern", sagte Orban weiter. "Das ist aber jetzt nicht so, dass es uns hemmt. Im Gegenteil: Wir wollen zeigen, dass wir nichts zu verlieren haben. Wir wollen zeigen, dass wir uns entwickelt haben."

Willi Orban
Willi Orban © dpa/Robert Michael

16.12 Uhr: Was dürfen Fußball-Fans - und was nicht?

Morgen Abend geht es endlich los: Deutschland tritt zum Eröffnungsspiel der Fußballeuropameisterschaft gegen Schottland an. Das Spiel beginnt 21 Uhr und endet frühestens 22.45 Uhr. Doch wie war das noch mal – ist ab 22 Uhr nicht überall Nachtruhe angesagt? Darf man dann nicht mehr laut jubeln? Und was ist mit Spielen tagsüber während der Arbeitszeit – darf mir der Chef das Gucken verbieten? Das beantworten wir in diesem Text.

14.43 Uhr: Weniger Alkohol im Bier beim Spiel England - Serbien

Beim sicherheitskritischen EM-Spiel der englischen Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag gegen Serbien in Gelsenkirchen wird Bier mit reduziertem Alkoholgehalt ausgeschenkt. Das berichtete die englische Zeitung "The Sun" mit Verweis auf einen Polizeisprecher. Den EM-Organisatoren zufolge gibt es für keine andere Vorrundenpartie ähnliche Planungen. Erwartet werden auf Schalke Tausende Fans beider Nationen.

In dem Gelsenkirchener Stadion laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Auf einem über einem Getränkestand angebrachten Schild waren zu Wochenbeginn bereits die Preise zu sehen: Ein halber Liter Bier kostet die Fans demnach sieben Euro - sowohl in der alkoholhaltigen, der alkoholfreien und der Radler-Variante.

Die Preise sollen in allen EM-Stadien gleich sein, in den Fanzones sind die jeweiligen Veranstalter für die Preispolitik verantwortlich.

13.24 Uhr: Pavlovic verpasst die Fußball-EM - Can nachnominiert

Nationalspieler Aleksandar Pavlovic verpasst die Fußball-EM. Der Profi des FC Bayern München fehlte bereits zuletzt wegen eines Infekts, Bundestrainer Julian Nagelsmann nominierte den Dortmunder Emre Can nach, wie eine DFB-Sprecherin am Mittwoch sagte.

12.20 Uhr: Deutschland gegen Ungarn im pinkfarbenen Auswärtstrikot

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt in der EM-Vorrunde zweimal in ihren weißen Heimtrikots und tritt einmal im pinkfarbenen Auswärtsdress an. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur erfolgte bereits eine entsprechende Absprache.

Im Eröffnungsspiel am Freitag (21 Uhr/ZDF/Magenta TV) in München gegen Schottland und in der finalen Gruppenpartie am 23. Juni in Frankfurt gegen die Schweiz läuft Deutschland in Weiß auf - gegen Ungarn in Stuttgart am 19. Juni in Pink. Die neuen Trikots waren im vergangenen März vorgestellt worden. Das neue Auswärtstrikot, über das in den Sozialen Medien vielfach diskutiert wurde, entwickelte sich laut Ausrüster Adidas in den folgenden Wochen zum "Bestseller".

7.31 Uhr: Ostbeauftragter erklärt ungleiche Verteilung der EM-Austragungsorte

Kleine Stadien und wenige Bundesliga-Vereine: Der Ostbeauftragte Carsten Schneider sieht darin den Grund für die ungleiche Verteilung der Austragungsorte und EM-Quartiere zwischen Ost- und Westdeutschland. "Das hängt mit der Bevölkerungsstruktur zusammen, aber auch mit einer größeren Anzahl von Fußball-Vereinen, die in der 1. Bundesliga spielen. Bei vielen ostdeutschen Traditionsvereinen sind die Stadien regelmäßig gut besucht mit tausenden Anhängern, die ihre Mannschaften feiern, aber es sind eben zahlenmäßig weniger als im Ruhrgebiet oder in Baden-Württemberg", teilte Schneider der Deutschen Presse-Agentur mit.

Berlin und Leipzig dürfen sich bei der Heim-EM ab 14. Juni in ihren Stadien über Fußballfans und Top-Mannschaften freuen. Nach Angaben eines Sprechers des Ostbeauftragten hatte sich auch Dresden als sogenannte Host City beworben, zog die Bewerbung aber zurück. Bei den Quartieren der Teams zeigt sich ein ähnliches Bild: Mit Kroatien im brandenburgischen Neuruppin und England im thüringischen Blankenhain beziehen nur zwei der 24 Teams ein Quartier in Ostdeutschland. Die Österreicher wohnen im Berliner Grunewald.

Dieser Umstand bedeute jedoch nicht, "dass in Ostdeutschland die EM und die Nationalmannschaft nicht genauso intensiv gefeiert wird, zum Beispiel beim Public Viewing", sagte der Ostbeauftragte. "Die identitätsstiftende und verbindende Kraft des Fußballs zeigt sich im ganzen Land."

Carsten Schneider, Ostbeauftragter der Bundesregierung: "Die identitätsstiftende und verbindende Kraft des Fußballs zeigt sich im ganzen Land."
Carsten Schneider, Ostbeauftragter der Bundesregierung: "Die identitätsstiftende und verbindende Kraft des Fußballs zeigt sich im ganzen Land." © dpa/Jan Woitas

6.01 Uhr: EU warnt vor Fälschung von Sportartikeln und illegalem Streaming

Vor den anstehenden großen Sportereignissen wie der Fußball-EM in Deutschland oder den Olympischen Sommerspielen in Frankreich hat die EU vor Markenpiraterie bei Sportartikeln und illegalen Sport-Streamingangeboten gewarnt. Dadurch entstünden Rechteinhabern und Herstellern in der EU jährlich Schäden in Millionenhöhe, wie aus einer vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) veröffentlichten Studie hervorgeht. Geschädigt werde aber auch der Sport, dem dadurch Gelder entzogen würden.

Die EUIPO mit Sitz im spanischen Alicante startete deshalb die Kampagne "Play Fair" - ein Appell an Fans, nur offizielle Übertragungen anzuschauen und sich an autorisierte Merchandise-Artikel zu halten. "Wir alle fiebern einem Sommer voll spannender Wettbewerbe entgegen, und da ist Fair Play unverzichtbar - sowohl für die Spieler auf dem Platz als auch für die Zuschauer daheim", sagte EUIPO-Exekutivdirektor João Negrão.

Die Studie zu Einstellungen und Verhalten der Verbraucher in der EU in Bezug auf geistiges Eigentum zeichnet das Bild einer Branche, die unter Trickserei und Betrug leidet. So haben zwölf Prozent der Menschen in der EU schon einmal Sport-Inhalte aus illegalen Quellen angesehen oder gestreamt, in Deutschland waren es neun Prozent. In der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen gaben sogar 27 Prozent zu, Sportübertragungen auf illegalen Online-Kanälen angeschaut zu haben (Deutschland: 21 Prozent). Bulgarische Jugendliche schossen hier mit 47 Prozent den Vogel ab.

Durch gefälschte Sportartikel erleiden europäische Hersteller zudem jährlich einen geschätzten Schaden von 850 Millionen Euro - elf Prozent des Branchenumsatzes. Nicht in dieser Zahl enthalten ist Sportbekleidung wie Fußballtrikots und Sportschuhe, die einen großen Teil der gefälschten Bekleidung ausmacht, deren Gesamtwert in Europa auf zwölf Milliarden Euro jährlich geschätzt wird.