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Dynamo hadert: "Nicht mehr als einen Punkt verdient"

Der Tabellenführer kommt gegen den abstiegsbedrohten FC Bayern II nicht über ein Remis hinaus. Ersatzkapitän Tim Knipping findet danach deutliche Worte.

Tim Knipping ist in Dynamos Abwehr gesetzt. Er ist kein Lautsprecher, findet aber klare Worte.
Tim Knipping ist in Dynamos Abwehr gesetzt. Er ist kein Lautsprecher, findet aber klare Worte. © dpa/Robert Michael

Dresden. Wieder nicht verloren, dennoch wollte bei Dynamo wollte nach dem 1:1 gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München am Mittwochabend keine Feierstimmung aufkommen. Dem Punktgewinn können Spieler und Trainer nach dem Abpfiff nur wenig Positives abgewinnen. Denn in den knapp 93 Minuten zuvor zeigte der Tabellenführer eine durchschnittliche Leistung, ließ die Souveränität der vergangenen Wochen vermissen.

Das bemängelte nach dem Schlusspfiff auch Abwehrspieler Tim Knipping. Im Interview nimmt der Ersatzkapitän kein Blatt vor den Mund, spricht offen über die Versäumnisse seiner Mannschaft und erklärt, was am Samstag im Spitzenspiel gegen den FC Ingolstadt besser werden muss.

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Tim Knipping, warum ist es der Mannschaft gegen Bayern München II nicht gelungen, an die gute Leistung vom Sieg in Zwickau anzuknüpfen?

So richtig kann ich es mir nicht erklären. Wir hatten uns vorgenommen, das Spiel genauso anzugehen, wie die letzten Spiele auch. Aggressiv sein, den Gegner den Schneid abkaufen – man muss aber ehrlich zugeben, dass es heute genau andersherum war. Mit Blick auf die ersten 70 Minuten haben wir definitiv nicht mehr als einen Punkt verdient. Es war zu zögerlich und zu zaghaft, einfach nicht aggressiv genug. Erst mit dem Ausgleich wachen wir auf und geben die letzten 15 Minuten Gas. Das ist aber zu wenig, um zu Hause zu gewinnen. Deswegen bin ich sehr enttäuscht.

War die frühe Führung vielleicht eher kontraproduktiv, weil danach die Orientierung fehlte?

Nein, das würde ich nicht sagen. Eine Führung tut immer gut. Wenn du kein Tor mehr bekommst, dann gewinnst du das Spiel. Wir wissen, dass wir defensiv gut stehen. Aber es ist uns heute einfach nicht gelungen, die Null zu halten. Das ist natürlich bitter. Wenn du zu Hause 1:0 führst, dann musst du die Dinger auch über die Zeit bringen und das Spiel gewinnen.

Was muss mit Blick auf das Spitzenspiel gegen den FC Ingolstadt am Samstag noch besser werden?

Wir wissen alle, worum es da geht. Es ist eine riesige Möglichkeit und wir spielen zu Hause. Jetzt müssen wir schnell regenerieren und dann zählt nichts anderes als ein Sieg. Aber da müssen wir anders auftreten, weil die alles reinpfeffern werden. Das wird ein extrem aggressives Spiel, wie wir bereits im Hinspiel erleben durften. Darauf müssen wir uns einstellen.

Wie kann es wieder besser werden?

Zuerst müssen wir die Zweikämpfe gewinnen, dann kommt der Rest von alleine. Denn dafür haben wir die spielerische Qualität. Aber das müssen wir von der ersten bis zur 90 Minute durchziehen. Dann bin ich guter Dinge, dass wir das Spiel auch gewinnen.

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Die Fragen wurden von Dynamo-Pressesprecher Henry Buschmann gestellt. Wegen der Auflagen im Hygienekonzept gibt es derzeit nach Spielen für Journalisten keine Möglichkeit, Interviews mit Trainern und Spielern zu führen.

Hier gibt es die Partie noch einmal im Liveticker zum Nachlesen.

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