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So geht es Dynamos Verletzten

Während sich der Zweitliga-Aufsteiger auf den Saisonstart vorbereitet, hat ein Quartett erst einmal andere Ziele und Aufgaben.

Die vier Verletzten, die Dynamo derzeit noch fehlen: Robin Becker, Ransford-Yeboah Königsdörffer, Patrick Wiegers und auch Marco Hartmann.
Die vier Verletzten, die Dynamo derzeit noch fehlen: Robin Becker, Ransford-Yeboah Königsdörffer, Patrick Wiegers und auch Marco Hartmann. © Lutz Hentschel

Dresden. Seit Samstag bereitet sich Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden auf die kommende Saison vor. Derzeit stehen Cheftrainer Alexander Schmidt 23 Profis zur Verfügung - darunter der russische Torwart Anton Mitryushkin, der eine Woche zur Probe mittrainiert. Auf dieser Position soll definitiv jemand verpflichtet werden.

Das liegt vor allem an der Verletzung von Ersatztorwart Patrick Wiegers. Er fehlt Dynamo seit Anfang April. Der 30-Jährige hatte sich im Training das vordere Kreuzband komplett gerissen sowie den Meniskus im rechten Knie eingerissen - und musste operiert werden.

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„Bis jetzt verläuft meine Reha problemlos und vollkommen nach Plan. Der Heilungsprozess meines Knies schreitet gut voran und ich kann es mit jeder Woche etwas mehr belasten“, erklärte Wiegers am Samstag, als er seinen Kollegen bei der ersten Trainingseinheit zuschaute.

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Bis zu seiner Rückkehr auf den Platz sei es trotzdem „noch ein weiter Weg“. „Aber ich werde geduldig weiterarbeiten, die Mannschaft erst einmal von außen unterstützen und bin guter Dinge, in ein paar Monaten wieder voll eingreifen zu können“, sagte Dynamos Dauerbrenner. Seit 2014 ist er im Verein, sein Vertrag hat sich mit dem Aufstieg in die zweite Liga um ein weiteres Jahr verlängert.

Verzichten muss der Trainer derzeit auch noch auf drei weitere Spieler. Wie Wiegers absolvieren Robin Becker und Ransford-Yeboah Königsdörffer nach schweren Knieverletzungen ihre Reha in Dresden.

Becker hatte sich bereits im Januar das Kreuzband im rechten Knie gerissen und war seitdem ausgefallen. Er könnte nach Angaben von Sportgeschäftsführer Ralf Becker bis zum Ende der Vorbereitung wieder ins Mannschafstraining einsteigen. Ein erster Einsatz wäre bei weiter gutem Verlauf frühestens am 5. oder 6. Spieltag möglich.

„Ich mache jeden Tag Fortschritte. Die vergangenen Monate waren nicht einfach, aber durch die große Unterstützung, die ich durch Familie, Freunde, die Mannschaft und Fans erfahren habe, werde ich aus dieser Situation gestärkt herausgehen“, erklärte der Verteidiger auf der Dynamo-Homepage und lobte dabei auch die medizinische Abteilung um Chef-Physiotherapeut Tobias Lange.

Königsdörffer könnte zum ersten Spiel eingreifen

Bereits zum Saisonauftakt am vierten Juli-Wochenende könnte Königsdörffer wieder mit dabei sein. Er fehlt seit Ende Mai. Am letzten Spieltag der Drittliga-Saison zog er sich gegen Wehen Wiesbaden eine Verletzung des Außenmeniskus sowie einer Kapsel im rechten Knie zu. Fünf Tage danach wurde er in Köln operiert.

„Soweit habe ich die Operation gut überstanden und kann mittlerweile auch schon wieder rund laufen. Das Reha-Training, mit dem ich erst in Köln begonnen und anschließend hier in Dresden weitergemacht habe, läuft super. Ich brauche noch etwas Geduld“, erklärte er nun.

Betreuer und Mitspieler tragen den verletzten Ransford-Yeboah Königsdörffer in Wiesbaden in Richtung Kabine.
Betreuer und Mitspieler tragen den verletzten Ransford-Yeboah Königsdörffer in Wiesbaden in Richtung Kabine. © dpa/Sebastian Gollnow

Laut Ralf Becker soll Königsdörffer in zwei bis drei Wochen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Man wolle aber nichts überstürzen, denn für den 19-Jährigen war es bereits die dritte OP wegen einer Meniskus-Verletzung. Als er noch im Nachwuchs von Hertha BSC spielte, riss er sich innerhalb eines Jahres die Menisken in beiden Knien.

„Beim ersten Mal wurde es genäht, da fehlte ich acht, neun Monate, beim zweiten Mal wurde die eingerissene Stelle weggeschnitten, dadurch waren es nur vier, fünf Monate“, erzählte er in einem Gespräch mit Sächsische.de.

Mai und Weihrauch wieder im Training

Der vierte Knieverletzte im Bunde ist Marco Hartmann. Bei dem 33-jährigen Mittelfeldroutinier wurde im Dezember des vergangenen Jahres eine Verletzung im Muskelansatz des rechten Knies sowie ein Knochenmarködem diagnostiziert. Nachdem die konservative Behandlung nicht die gewünschte Wirkung gezeigt hatte, ließ er sich im März operieren. Derzeit befindet sich Dynamos Dienstältester noch im individuellen Aufbautraining und soll sich nach seiner vollständigen Genesung anschließend im Trainingsbetrieb für einen neuen Vertrag empfehlen.

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Die in der abgelaufenen Saison noch verletzten Patrick Weihrauch und Sebastian Mai waren am Samstagnachmittag beim Trainingsauftakt bereits wieder dabei. Weihrauch verpasste die komplette Rückrunde wegen einer Innenbandverletzung im rechten Sprunggelenk. Kapitän Mai fehlte Dynamo seit Anfang Mai wegen einer Innenbandverletzung im linken Knie. Er hatte sich beim Auswärtsspiel in Lotte gegen Uerdingen verletzt und konnte bis zum Ende der Saison nicht mehr eingreifen. "Ich habe noch etwas vorsichtig gemacht, hatte aber keine Probleme", sagte er nach der ersten Übungseinheit.

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