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Dynamo verliert nach gutem Spiel deutlich auf Schalke

Die Dresdner zeigen gegen den Bundesliga-Absteiger über weite Strecken eine gute Leistung, doch am Ende verlieren sie 0:3. Der Liveticker mit den ersten Reaktionen.

Von Sven Geisler & Timotheus Eimert
 12 Min.
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Christoph Daferner kann es nicht fassen: Nach einer guten Leistung verliert Dynamo auf Schalke 0:3.
Christoph Daferner kann es nicht fassen: Nach einer guten Leistung verliert Dynamo auf Schalke 0:3. © dpa

Gelsenkirchen. Die Leistungen stimmen, die Ergebnisse nicht. Vor 54.526 Zuschauer verliert Dynamo Dresden gegen den FC Schalke 04 am Samstagabend im Top-Spiel mit 0:3. Es ist bereits die sechste Niederlage in den vergangenen sieben Spielen. Dabei kann man der Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt noch nicht einmal einen richtigen Vorwurf machen. Gegen die Knappen aus Gelsenkirchen setzen sie das um, was der Trainer vor der Partie fordert. Am Ende stehen sie jedoch ohne Punkte da. Fünf Zähler Vorsprung haben die Schwarz-Gelben jetzt noch vor dem Relegationsplatz. Der Liveticker zum Nachlesen:

Abpfiff: Kurz danach beendet Schiedsrichter Sven Jablonski das Spiel. Dynamo verliert auf Schalke 0:3. Es ist die sechste Niederlage im siebten Spiel.

Die ersten Stimmen nach dem Spiel:

Alexander Schmidt (SG Dynamo Dresden):

„Wer das Spiel gesehen hat, wundert sich, dass das Spiel 0:3 ausgeht. Die Mannschaft hat die Vorgaben gut angenommen, wir waren mutig, haben alles abgerufen. Schalke musste das auch, um uns zu schlagen. Leider waren wir in den Schlüsselmomenten nicht clever genug. Schalke hat das ausgenutzt. Das 0:1 war schwierig für uns, ein komisches Tor. Aber Mannschaft hat ganz ordentlich agiert. Einzig im letzten Drittel waren wir nicht griffig genug. Das hat mir nicht gefallen. Es ist ein bitteres 0:3, das tut uns weh. Unterm Strich muss ich die Mannschaft aber loben für eine engagierte Leistung.“

Robin Becker (SG Dynamo Dresden):

„Es fühlt sich auf gut Deutsch beschissen an. Wir hatten es ähnlich schon gegen St. Pauli, wo wir ein ähnlich frühes Gegentor bekommen und dann hinten heraus auch eine 0:3-Klatsche bekommen. Das Ergebnis ist natürlich sehr bitter. Wir haben heute viel investiert. Wir haben vorher gesagt, dass wir mit einem normalen Spiel nichts holen werden. Deswegen attackieren wir die ganze Zeit. Das ist grundsätzlich auch gut gelungen, aber letztendlich steht eine 0:3-Niederlage und das ist natürlich überhaupt nicht gut.“

Pascal Sohm (SG Dynamo Dresden):

„Wir haben einen richtig guten Fight abgeliefert, sind immer wieder zu Chancen gekommen und haben es Schalke wirklich schwer gemacht. Mitten in unsere Drangphase fällt das 0:1, aber das tat uns keinen Abbruch, weil wir wirklich auch in der zweiten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht haben. Am Ende hat Schalke aber die Chancen eiskalt vollstreckt, in der 90. Minute noch ein Standard-Tor. Das ist eine qualitativ brutal gute Mannschaft. Für uns ist es bitter, dass es am Ende so hoch ausgegangen ist.“

Dimitrios Grammozis (FC Schalke 04):

„Es war das erwartet schwere Spiel. Wir wussten, dass Dynamo keins der letzten Spiele unterlegen war. Es waren viele 50:50-Spiele. Die Jungs waren darauf vorbereitet, dass der Gegner uns attackieren wird. Heute haben wir mehr aus der Dreierkette gespielt. Es war deswegen ein Gewöhnungsprozess. Aber die Jungs haben Minute für Minute besser reingefunden. Der Spielfluss war nicht so wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben aber wenig zugelassen, das war ein wichtiger Faktor. Wenn wir früh das zweite Tor machen, ist das Spiel früh entschieden. So mussten wir bis zum Standard warten. Spielerisch nicht beste Spiel, aber das ist auch die zweite Liga.“

Thomas Ouwejan (FC Schalke 04):

„Es war kein einfaches Spiel. Aber wir haben uns den Sieg verdient, wir arbeiten hart für den Erfolg. Bei dem Tor hatte ich natürlich ein bisschen Glück. Es ist nicht mein schönstes Tor in meiner Karriere.“

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90. Minute + 4: Jetzt wird es zu deutlich. Nach einem Freistoß von Thomas Ouwejan erzielt Marcin Kaminski mit dem Kopf das 3:0. Auch aus neutraler Sicht fällt dieses Ergebnis etwas zu hoch aus.

90. Minute + 1: Es werden vier Minuten nachgespielt.

90. Minute: Sebastian Mai hat doch noch einmal die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. An der Strafraumgrenze zieht er ab. Sein Schuss geht nur wenige Zentimeter neben das Tor.

Sebastian Mai ärgert sich über seine vergebene Chance.
Sebastian Mai ärgert sich über seine vergebene Chance. © dpa

87. Minute: Das Spiel scheint entschieden. Dynamo hat das Spiel nach dem 0:2 aufgegeben. Schalke kontrolliert die Partie nun besser und lässt hinten nichts mehr zu. Es wird wohl die sechste Niederlage im siebten Spiel für die Sportgemeinschaft.

81. Minute: Sebastian Mai kommt ins Spiel. Er wird wie gegen Nürnberg ins Sturmzentrum gehen und soll dort für Gefahr sagen. Michael Sollbauer verlässt für den neuen Stürmer das Feld.

78. Minute: Schalke führt 2:0. Das kommt überraschend. Die Knappen haben in den letzten 20 Minuten so gut wie nichts fürs Spiel gemacht, aber nach einem Eckball erhöht Bülter für seine Mannschaft auf 2:0. Das ist bitter für Dresden.

Die Schalker Spieler jubeln nach dem Tor zum 2:0.
Die Schalker Spieler jubeln nach dem Tor zum 2:0. © dpa

75. Minute: Dynamo bleibt weiter am Drücker. Schalke steht fast nur noch hinten drin. Doch der letzte Pass bei Dresden kommt bisher nicht an, weshalb die zwingenden Torchancen ausbleiben.

71. Minute: Alexander Schmidt wechselt zum vierten Mal in dieser Partie. Luca Herrmann kommt für Yannick Stark ins Spiel. Christoph Daferner übernimmt die Kapitänsbinde.

68. Minute: Dynamo hat die nächste gute Möglichkeit. Michael Akoto treibt auf der rechten Seite den Ball nach vorn und spielt dann in die Schnittstelle zu Christoph Daferner, der aus spitzen Winkel sofort abzieht. Martin Fraisl streckt sich und bekommt noch seine Hand an den Ball.

63. Minute: Guram Giorbelidse kommt ins Spiel, Robin Becker verlässt das Spielfeld. Es ist der dritte Dresdner Wechsel.

Yannick Stark und Schalkes Yaroslav Mikhailov kämpfen um den Ball.
Yannick Stark und Schalkes Yaroslav Mikhailov kämpfen um den Ball. © dpa

62. Minute: Diese Ecke wird aus Dynamo-Sicht endlich einmal gefährlich. Paul Will und Morris Schröter führen den Eckball kurz aus. Der Ball gelangt schließlich ins Zentrum zu Pascal Sohm, dessen Kopfball aufs Tor geht. Martin Fraisl im Schalker Kasten muss sich ziemlich strecken. Das war die bisher beste Chance aus Dresdner Sicht.

62. Minute: Die Dresdner haben wieder einen Eckball. Doch bisher kamen diese viel zu ungefährlich.

59. Minute: Dynamo hat nun deutlich mehr vom Spiel. Das liegt auch daran, dass Schalke nur noch hinten drin steht und sich aufs Kontern konzentriert.

54. Minute: Schalke ist etwas besser aus der Pause gekommen, doch Dynamo hält weiterhin gut mit, nur die zwingenden Chancen fehlen auf Dresdner Seite noch.

50. Minute: Yaroslav Mikhailov ist plötzlich frei druch und läuft alleine auf das Dresdner Tor zu, doch dort scheitert er kläglich. Broll hat mit seinem Schüsschen kein Problem. Das hätte das 2:0 für Schalke sein müssen. Anschließend geht zwar die Fahne hoch und es wird Abseits angezeigt, aber das Tor hätte wahrscheinlich gezählt, da auf den TV-Bildern eher keine Abseitsposition zu sehen ist.

47. Minute: Rodrigo Zalazar erkämpft sich auf der rechten Seite den Ball, passt ins Zentrum zu Simon Terodde, der direkt weiterspielt auf Marius Bülter, der in den Strafraum dribbelt. Dort angekommen spielt er den Ball wieder zurück zu Terodde, dessen Schuss Broll aber entschärfen kann.