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Dynamo verliert knapp gegen Nürnberg

Gegen den einzigen noch unbesiegten Zweitligisten Nürnberg hat Dynamo Dresden kaum Chancen. Der Liveticker zum Nachlesen mit den ersten Reaktionen.

Antonis Aidonis gewinnt den Zweikampf gegen Nürnbergs Erik Shuranov. Das Spiel jedoch gewinnen die Gäste aus Franken.
Antonis Aidonis gewinnt den Zweikampf gegen Nürnbergs Erik Shuranov. Das Spiel jedoch gewinnen die Gäste aus Franken. © dpa-Zentralbild

Dresden. Der Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden muss nach der Länderspielpause die nächste Niederlage hinnehmen. Gegen den bisher noch ungeschlagenen 1. FC Nürnberg verlor die Mannschaft von Alexander Schmidt vor 16.000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion 0:1. Für Dresden ist es nach dem 0:3 beim FC St. Pauli die zweite Niederlage in Folge. Damit liegen die Schwarz-Gelben weiterhin auf dem elften Tabellenplatz. Das Spiel im Liveticker zum Nachlesen:

Abpfiff: Schiedsrichter Marco Fritz beendet das Spiel. Dynamo verliert verdient 0:1. Die Dresdner waren lange Zeit zu harmlos und hatten gegen einen gut verteidigenden Gegner aus Franken keine Ideen. Nürnberg steht in der Tabelle nun auf Platz fünf.

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Die Stimmen nach dem Spiel:

Alexander Schmidt (SG Dynamo Dresden):

„Die Niederlage ist ärgerlich, weil wir speziell in der zweiten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht haben. Nürnberg ist gar nicht mehr hinten rausgekommen. Wir hatten nicht allzu viele Torchancen, aber wir hatten Torchancen. Der Ausgleich wäre verdient gewesen. Nürnberg hat das Tor gemacht und dann noch eine Schusschance, sonst habe ich auch nichts mehr gesehen. Die erste Halbzeit war anders als die zweite. In der ersten Hälfte war Nürnberg einen Tick besser, technisch und spielerisch. Aber aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir uns einen Punkt verdient.“

Heinz Mörschel (SG Dynamo Dresden):

Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht. Der letzte Punch hat aber gefehlt. Nürnberg spielt einmal gut durch und macht durch eine Umschaltsituation das Tor. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Wir haben Druck gemacht, Nürnberg stand die letzte Viertelstunde nur noch hinten drin. Das spricht für uns, weil wir das Spiel unbedingt noch drehen wollten. Letztlich haben der letzte Pass und Abschluss gefehlt.

Sebastian Mai (SG Dynamo Dresden):

Wir haben es leider nicht geschafft, ein Tor zu schießen. Ende der zweiten Halbzeit waren wir drückend und haben den Strafraum gut belagert. Der Ball fiel leider nicht vor unsere Füße. Wir sind auch nicht zu gefährlichen Aktionen gekommen.

Robert Klauß (1. FC Nürnberg):

Ein Kompliment an Dresden, wie sie es machen. Sie stellen jeden Gegner vor Probleme.

Tom Krauß (1. FC Nürnberg):

Dass ich heute das Siegtor geschossen, wir wieder zu Null gespielt und wir auch noch den ersten Auswärtssieg erzielt haben, freut mich sehr. Die ungeschlagene Serie gibt uns natürlich Selbstvertrauen, aber ich schaue jetzt nicht darauf, ob wir zehn Spiele ungeschlagen sind. Uns sind einfach die Punkte wichtig. Heute haben wir die drei Punkte geholt und besser geht es nicht.

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90. Minute + 2: Kevin Broll ist im gegnerischen Strafraum. Die Hereingabe aber zu harmlos. Nürnberg kann den Ball aber klären. Dresden versucht es weiter mit langen Bällen.

90. Minute: Die Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion jubeln, denn es werden vier Minuten werden nachgespielt. Dynamo hat also noch ein bisschen Zeit, den Ausgleich zu erzielen.

88. Minute: Zwei Minuten sind es noch. Doch Dynamo macht nicht den Anschein, dass sie hier heute noch ein Tor schießen können. Nürnberg steht in der Defensive sehr sicher und lässt wenig zu.

82. Minute: Sebastian Mai spielt nicht wie zunächst vermutet in der Innenverteidigung, sondern im Sturm. Diese Position hat er schon oft in Halle gespielt und soll nun vor allem die Kopfballduelle gewinnen. Bisher geht dieser Plan noch nicht ganz auf.

80. Minute: Zehn Minuten vor dem Ende verlässt Königsdörffer das Spielfeld. Der Youngster wird von Agyemang Diawusie ersetzt. Dieser soll noch einmal das Angriffsspiel beleben.

Heinz Mörschel schießt einen Freistoß aus 16 Metern zentral vor dem Tor in die Mauer. Ransford-Yeboah Königsdörffer leidet mit ihm.
Heinz Mörschel schießt einen Freistoß aus 16 Metern zentral vor dem Tor in die Mauer. Ransford-Yeboah Königsdörffer leidet mit ihm. © dpa-Zentralbild

78. Minute: Dresden wird jetzt immer gefährlicher. Nach einem Eckball, den Chris Löwe von der rechten Seite ins Zentrum geschlagen hat, landet der Ball beim eingelaufenen Daferner. Dessen Kopfball geht wieder nur wenige Zentimeter am Tor vorbei.

76. Minute: Sebastian Mai kommt in die Partie. Dafür nimmt Alexander Schmidt den mit Gelb vorbelasteten Robin Becker vom Feld. Der Kapitän wird wahrscheinlich in der Innenverteidigung spielen, während Aidonis auf die rechte Seite rutscht.

74. Minute: Mörschel hat die wohl bisher beste Dresdner Chance. Er wird im Strafraum freigespielt und schließt von halbrechts ab. Sein Schuss geht nur wenige Zentimeter neben das Tor. In der Wiederholung wird aber deutlich, dass Mörschel wahrscheinlich im Abseits gestanden hat.

Ransford-Yeboah Königsdörffer setzt sich im Zweikampf mit Nürnbergs Christopher Schindler durch, der ihn in der 62. Minute nur noch am Trikot halten kann. Dafür sieht der Nürnberger die Gelbe Kart. Über Rot hätte er sich als letzter Mann nicht beschweren
Ransford-Yeboah Königsdörffer setzt sich im Zweikampf mit Nürnbergs Christopher Schindler durch, der ihn in der 62. Minute nur noch am Trikot halten kann. Dafür sieht der Nürnberger die Gelbe Kart. Über Rot hätte er sich als letzter Mann nicht beschweren © dpa-Zentralbild

70. Minute: Alexander Schmidt nimmt seinen zweiten Wechsel vor. Morris Schröter kommt für Julius Kade ins Spiel. Er soll auf der rechten Seite für neuen Schwung sorgen.

69. Minute: 16.000 Zuschauern sind heute im Rudolf-Harbig-Stadion. Damit ist die Partie unter Corona-Bedingungen ausverkauft.

68. Minute: Die Chance werden besser für Dynamo. Herrmann flankt in die Mitte, wo Königsdörffer versucht per Fallrückzieher den Ball zu verwerten. Doch sein Schuss geht neben deutlich neben das Tor.

63. Minute: Den Freistoß direkt an der Strafraumgrenze zentral vor dem Tor wird Mörschel treten. Doch sein Schuss landet in der Mauer.

Ransford-Yeboah Königsdörffer ist frei durch, aber Nürnbergs Christopher Schindler hält ihn am Trikot.
Ransford-Yeboah Königsdörffer ist frei durch, aber Nürnbergs Christopher Schindler hält ihn am Trikot. © dpa-Zentralbild

62. Minute: Königsdörffer ist am Strafraum plötzlich völlig frei durch und wird von Christopher Schindler am Trikot gehalten. Schiedsrichter Marco Fritz entscheidet sich für die Gelbe Karte, da mit Valentini noch ein Nürnberger Spieler in Ballnähe war. Schindler hätte sich aber nicht beschweren dürfen, wenn er für diese Aktion die Rote Karte sieht.

59. Minute: Mörschel zieht aus der zweiten Reihe mal ab. Christian Mathenia im Nürnberger Tor hat damit aber keine Probleme und lenkt den Ball zur Ecke.

56. Minute: Nürnberg ist wieder besser im Spiel und kontrolliert die Partie. Hinten lassen sie wenig zu, vorne schaffen sie immer wieder Entlastung. Dynamo tut sich mit dem heutigen Gegner extrem schwer.

Robin Becker hat gegen Nürnbergs Mats Möller Daehli das Nachsehen.
Robin Becker hat gegen Nürnbergs Mats Möller Daehli das Nachsehen. © dpa-Zentralbild

50. Minute: Johannes Geis bringt den Ball direkt aufs Tor, Kevin Broll lenkt den Schuss mit den Fingerspitzen über die Latte – Eckball für Nürnberg, der aber keine Gefahr fürs Dresdner Gehäuse darstellt.

49. Minute: Robin Becker rutscht am eigenen Strafraum aus und foult damit auch seinen Gegenspieler. Er sieht dafür die Gelbe Karte. Diese Karte kann man geben. Nürnberg hat nun eine gefährliche Freistoßposition am linken Strafraumrand.

47. Minute: Dynamo kommt gut aus der Pause. Chris Löwe flankt von links in die Mitte, dort verlängert Königsdörffer den Ball mit dem Hinterkopf, Daferners anschließender Kopfball geht knapp neben das Tor. Das war bisher Dresdens beste Chance.

46. Minute: Die zweite Hälfte läuft. Philipp Hosiner ist nicht mehr mit dabei. Dafür hat Alexander Schmidt Luca Herrmann in die Partie gebracht. Nürnberg kommt unverändert aus der Kabine.

Pause: Nürnberg führt verdient, Dynamo harmlos

Halbzeit: Schiedsrichter Marco Fritz beendet die erste Hälfte mit einem lauten Pfiff. Nürnberg führt seit der 21. Minute durch die Leipziger Leihgabe Tom Krauß mit 1:0. Dynamo ist bisher zu harmlos, gegen einen gut stehenden und verteidigenden Gegner fällt den Dresdner bisher nichts etwas ein. Die Halbzeitführung der Gäste ist deshalb völlig in Ordnung.

45. Minute + 1: Philipp Hosiner bekommt die erste Gelbe Karte der Partie. An der Mittellinie hält er völlig unnötig seinen Gegenspieler fest. Diese Verwarnung ist berechtigt.

42. Minute: Drei Minuten sind es regulär noch bis zur Pause. Dynamo muss sich spätestens in der zweiten Halbzeit einfallen lassen, wie sie die Nürnberger Defensive vor Probleme stellen können. Bisher sind die Dresdner Angriffe zu ungefährlich.

38. Minute: Christoph Daferner wird mit einem langen Ball geschickt, im Strafraum kommt er an den Ball und zieht direkt ab, bekommt aber keinen Druck hinter seinen Schuss. Mathenia im FCN-Tor hält den Ball sicher.

Michael Sollbauer versucht den Ball gegen Nürnbergs Mats Möller Daehli zu erobern.
Michael Sollbauer versucht den Ball gegen Nürnbergs Mats Möller Daehli zu erobern. © dpa-Zentralbild

36. Minute: Dynamo hat nach langer Zeit mal wieder einen Torabschluss. Daferner legt kurz vor dem Strafraum auf Mörschel ab, der den Ball mit der Innenseite aufs Nürnberger Tor bringt. Aber sein Schuss ist kein Problem für Mathenia.

33. Minute: Heinz Mörschel bekommt nach einem Luftzweikampf den Arm von Antonis Aidonis in den Nacken. Er geht zu Boden und muss behandelt werden. Aber er kann wahrscheinlich weiterspielen.

28. Minute: Dynamo greift über die linke Seite an. Hosiner schickt dabei Löwe, der an der Außenlinie frei flanken kann. Aber seine Hereingabe landet beim Gegner. Das ist noch zu wenig, was die Schwarz-Gelben heute zeigen.

21. Minute: Und plötzlich führt Nürnberg 1:0. Nach einem Angriff über die linke Seite flankt Handwerker auf den zweiten Pfosten zur RB-Leipzig-Leihgabe Tom Krauß, der völlig frei steht und direkt abzieht. Broll im Dresdner Kasten ist ohne Chance.

Nürnbergs Tom Krauß (M) jubelt nach seinem Tor zum 0:1 mit Lukas Schleimer (l) und Johannes Geis.
Nürnbergs Tom Krauß (M) jubelt nach seinem Tor zum 0:1 mit Lukas Schleimer (l) und Johannes Geis. © dpa-Zentralbild

15. Minute: Chris Löwe bringt den Ball über die Mauer aufs Tor von Christian Mathenia, der aber keine Probleme mit dem Aufsetzer hat. Es war Dynamos erster Torschuss in dieser Partie.

14. Minute: Ransford-Yeboah Königsdörffer wird rund 20 Meter vor dem gegnerischen Strafraum unsanft von den Beinen geholt. Schiedsrichter Marco Fritz entscheidet auf Freistoß. Löwe oder Mörschel werden ihn treten.

10. Minute: Zehn Minuten sind gespielt, Torchancen gab es bisher noch nicht. Das Geschehen spielt sich vor allem im Mittelfeld ab.

Alexander Schmidt beobachtet das Geschehen auf dem Spielfeld. Noch steht es 0:0.
Alexander Schmidt beobachtet das Geschehen auf dem Spielfeld. Noch steht es 0:0. © dpa-Zentralbild

7. Minute: Dynamo spielt wie erwartet in einem 4-3-3-System. Aber Yannick Stark ist dabei als Sechser etwas zurückgezogen. Ebenso spielt Hosiner etwas weiter hinten als hängende Spitze, während Daferner und Königsdörffer etwas weiter vorne spielen.

4. Minute: Die ersten Minuten gehören den Gästen aus Franken. Aber eine wirklich gefährliche Torchance hatten sie bisher auch noch nicht.

Anstoß: Schiedsrichter Marco Fritz pfeift die Partie an. Dynamo-Kapitän hatte die Platzwahl gewonnen und lässt seine Mannschaft nun zunächst mit dem K-Block im Rücken auf die Dixie-Dörner-Tribüne spielen.

Zwei Änderungen in Dynamos Startelf

13.25 Uhr: Die Mannschaften stehen noch im Spielertunnel und warten auf das Schiedsrichtergespann. In wenigen Minuten wird es aber losgehen.

13.22 Uhr: Auch zu seinem Fortschritt in der Reha nach seinem Kreuzbandriss äußert sich der eigentliche Dynamo-Abwehrchef: „Nach Sport fühlen sich die derzeitigen Übungen noch nicht an. Aber es ist ein Riesenschritt. Ich bin erleichtert, nach sechs Wochen ohne Krücken unterwegs zu sein. Ich bin glücklich, dass es bisher so gut läuft.“

13.20 Uhr: Zehn Minuten sind es noch bis zum Anpfiff. Tim Knipping ist bei den Kollegen von Sky zu Gast und äußert sich auch zu der Aktion „Love Dynamo, hate Racism“: „Dem Verein ist es besonders wichtig. Die Aktionen gibt’s es nicht umsonst jedes Jahr. Für mich ist es auch besonderes Thema, ich bin multikulti aufgewachsen und habe das von meinen Eltern mitbekommen“, sagte er und betonte: „Wir sind alle gleich. Während meiner Reha bin ich auch bei einem Kumpel untergekommen, der dunkelhäutig ist. Rassismus gehört nicht in die Gesellschaft. Deswegen müssen wir jeden Tag darauf hinweisen.​“

In zehn Minuten geht das Spiel zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Nürnberg los.
In zehn Minuten geht das Spiel zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Nürnberg los. © Jens Maßlich

13.15 Uhr: Wenn es vier Verlierer gibt, dann gibt es auch vier Gewinner. Christoph Daferner, Morris Schröter, Michael Akoto und Chris Löwe (v.l.) gehören zu den Spielern, die positiv überrascht haben, auch wenn es für die Mannschaft zuletzt nicht mehr nach Wunsch lief .

13.10 Uhr: Philipp Hosiner spielte zuletzt kaum, heute darf er von Beginn an ran. Dennoch zählt er zu den vier Verlierer bei Dynamo in der bisherigen Saison. Neben Hosiner hatten Mai, Will und Sohm einen großen Anteil am Aufstieg, spielen in der zweiten Liga bislang aber selten. Wie ihre Chancen jetzt stehen - eine Bestandsaufnahme.

13.05 Uhr: Der Vorverkauf lief zögerlich. 14.500 Tickets hatte Dynamo bis Freitagnachmittag für das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg verkauft. 16.000 dürften laut geltender Regelung heute ins Harbig-Stadion. Im Vergleich zu den vergangenen Heimspielen gibt es einen gravierenden Unterschied: Zuschauer, die weder geimpft noch genesen sind, müssen die Corona-Tests selber zahlen, sie sind nicht mehr kostenlos. Und das hat offensichtlich Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen. Besonders im K-Block, wo die Ultras und die lautstarken Dynamo-Fans stehen, gibt es noch viele Tickets.

Um 13.30 Uhr wird das Zweitligaspiel zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Nürnberg im Rudolf-Harbig-Stadion angepfiffen.
Um 13.30 Uhr wird das Zweitligaspiel zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Nürnberg im Rudolf-Harbig-Stadion angepfiffen. © Jens Maßlich

12.53 Uhr: Pascal Sohm steht heute nicht im Dynamo-Kader. Dennoch sprach er im Interview unter der Woche über das Thema Rassismus. „Leider ist diese Botschaft heutzutage nicht immer so selbstverständlich, wie es sein sollte“, sagte er. Der Fußball stehe für Vielfalt, im Sport sei jeder gleich. Durch die Aktion mit den Sondertriktos werde aber das nach außen getragen und ins Bewusstsein gerückt, betonte Sohm. Außerdem sprach er über seine Joker-Rolle bei den Schwarz-Gelben und ein Wechsel-Gerücht.

12.50 Uhr: Dynamo setzt heute erneut ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit. Die Spieler laufen mit der Botschaft "Love Dynamo - hate Racism" auf den Trikots auf, dafür verzichtet der Hauptsponsor All-Inkl.com, ein Unternehmen aus Friedersdorf bei Löbau, auf seinen Schriftzug, auch andere Exklusiv-Partner geben einen erheblichen Teil ihrer Werbepräsenzen frei, damit diese Botschaft im Rudolf-Harbig-Stadion präsentiert werden kann.

Der Schriftzug „Love Dynamo, hate Racism“ ist auch auf einem großen Banner, das vor dem Spiel im Mittelkreis liegt, zu sehen.
Der Schriftzug „Love Dynamo, hate Racism“ ist auch auf einem großen Banner, das vor dem Spiel im Mittelkreis liegt, zu sehen. © Jens Maßlich

12.40 Uhr: Auf der Dresdner Ersatzbank nehmen zunächst Platz: Mitryushkin, Giorbelidze, Diawusie, Schröter, Herrmann, Seo, Mai, Will und J. Löwe.

Zwei Änderungen gegenüber der 0:3-Auswärtsniederlage gegen St. Pauli: Aidonis und Hosiner beginnen für Schröter und Akoto.
Zwei Änderungen gegenüber der 0:3-Auswärtsniederlage gegen St. Pauli: Aidonis und Hosiner beginnen für Schröter und Akoto. © Jens Maßlich

12.35 Uhr: Die Aufstellungen sind da. Dynamo-Trainer Alexander Schmidt ändert seine Startelf im Vergleich zur 0:3-Niederlage gegen den FC St. Pauli auf zwei Positionen. Er bringt Philipp Hosiner und Antonis Aidonis für Morris Schröter und Michael Akoto von Anfang an: Broll – Becker, Sollbauer, Aidonis, C. Löwe – Stark, Kade – Mörschel – Königsdörffer, Daferner, Hosiner.

Das wurde vor dem Spiel geschrieben:

Nach der Länderspielpause stand Dynamo Dresden vor der nächsten. Nun gibt es erst recht in der 2. Fußball-Bundesliga keine leichten Gegner, das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg aber war eine besonders große Herausforderung - speziell für die Offensive des Aufsteigers.

Fakt ist: Nürnberg hat in den ersten neun Saisonspielen nur sieben Gegentore hinnehmen müssen, so wenig wie keine andere Mannschaft. Als einziger Zweitligist sind die Franken zudem noch ungeschlagen. Dreimal haben sie gewonnen und sechsmal Unentschieden gespielt - was wiederum den fünften Tabellenplatz erklärt.

Auch die Bilanz aus den bisherigen 14 Partien gegeneinander spricht gegen Dynamo: acht Niederlagen, fünf Unentschieden und erst ein Sieg. Den gab es in Nürnberg mit dem 2:1 beim Rückrundenauftakt im Januar 2017.

Damals war's... Am 29. Januar 2017 gewann Dynamo zum bislang einzigen Mal gegen den 1. FC Nürnberg. Gibt es diesmal wieder Grund zum Jubeln und gar den ersten Heimsieg gegen die Franken?
Damals war's... Am 29. Januar 2017 gewann Dynamo zum bislang einzigen Mal gegen den 1. FC Nürnberg. Gibt es diesmal wieder Grund zum Jubeln und gar den ersten Heimsieg gegen die Franken? © dpa

Und doch ist die Lage für Dynamo natürlich nicht aussichtslos. Denn auswärts hat Nürnberg in dieser Saison noch nicht gewinnen können. Und zuletzt gab es zudem einen dicken Dämpfer: die 0:7-Pleite im Test gegen Zweitliga-Schlusslicht Ingolstadt. "Das ist Jugendfußball", schimpfte Trainer Robert Klauß. Ob Dynamo davon profitieren kann?

"Wir freuen uns sehr auf das Spiel und besonders darauf, wieder unsere Fans im Rücken zu haben. Bisher lief das bei den Heimspielen immer sehr gut", sagte Dynamos Trainer Alexander Schmidt am Freitag bei der Spieltagspressekonferenz. Knapp 15.000 Tickets sind bislang verkauft, rund 600 Fans werden aus Nürnberg erwartet.

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Personell ist die Lage bei Dynamo weiter angespannt bis kritisch. Tim Knipping (Kreuzbandriss), Patrick Wiegers (Kreuzbandriss), Brandon Borrello (Mittelfußbruch) und Panagiotis Vlachodimos (Kreuzbandriss) fallen nach wie vor bis auf Weiteres aus, dazugekommen sind nach dem 4:0-Testspielsieg gegen Viktoria Berlin nun noch Michael Akoto (Muskelfaserriss) und Max Kulke (Außenbandanriss). Bereits im Mannschaftstraining, aber nach langer Verletzungspause noch nicht wieder spielbereit sind Kevin Ehlers und Patrick Weihrauch.

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